Bringing dreams to reality in Tôkyô  
  HOME ::
   
 
news
 

Matsushita wird in Panasonic umbenannt

Der japanische Konzern Matsushita Electric Industrial will am 1. Oktober 2008 seinen Namen in Panasonic ändern. Das geht aus einer Mitteilung hervor. Das Unternehmen sei im Ausland bereits besser unter dem Namen Panasonic bekannt und so solle es ab Herbst auch heißen. Die Entscheidung müsse noch von den Aktionären genehmigt werden.

Der Konzern wurde vor 90 Jahren unter dem Namen Matsushita Electric Devices Manufacturing Work gegründet und führt seit 1935 die aktuelle Bezeichnung. Seit 1925 nutzt der Konzern für den Verkauf von Haushaltsgeräten in Japan die Marke "National", doch werden dort mittlerweile auch Produkte unter dem Namen Panasonic verkauft. Alle Tochterfirmen und Produkte, die noch den Namen Matsushita oder die Marke National nutzen, sollen nach und nach umbenannt werden.

12.01.2007

Erneute Überfälle in U-Bahnen

München/Frankfurt am Main (ddp). In U-Bahnen in München und Frankfurt ist es am Wochenende erneut zu Überfällen gekommen. In München hätten Jugendliche am Sonntagmorgen zwei 22-Jährige niedergeschlagen und gegen den Kopf getreten, sagte der Münchner Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer. Die beiden Männer mussten im Krankenhaus behandelt werden. In Frankfurt am Main attackierten Jugendliche in der Nacht zu Sonntag einen U-Bahnzugführer und verletzten ihn schwer.

In München wurden drei Tatverdächtige festgenommen. Bei ihnen handelt es sich nach Polizeiangeben um zwei 16-Jährige aus der Stadt Gaza in den palästinensischen Autonomiegebieten sowie um einen 17 Jahre alten Iraker. Alle drei waren illegal nach Deutschland eingereist und haben Asyl beantragt. Zusammen mit dem jüngsten Vorfall ist es in der Münchner U-Bahn innerhalb von rund zwei Wochen zu insgesamt vier brutalen Überfällen gekommen.

Gegen einen der beiden Palästinenser sei Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung beantragt worden, sagte Schmidbauer. Der Jugendliche habe bereits 13 Einträge in den Polizeiakten. Der andere 16-Jährige sei bislang dreimal in Erscheinung getreten. Der 17-Jährige sei noch ein «unbeschriebenes Blatt». Nach Aussage der beiden 22-Jährigen sei es ohne jeden Anlass zu der Schlägerei gekommen. Den Angaben zufolge waren an der Tat möglicherweise zwei weitere Jugendliche beteiligt.

In Frankfurt randalierten nach Polizeiangaben sieben junge Männer im Alter zwischen 17 und 21 Jahren zunächst in einer U-Bahn und verursachten einen Sachschaden von rund 2000 Euro. Als der Zug in einer Station im Frankfurter Norden hielt, griffen sie auf dem Bahnsteig unvermittelt den Zugführer einer anderen U-Bahn an. Die Jugendlichen hätten den wehrlos am Boden liegenden Mann offenbar noch mit Füßen treten wollen, hieß es. Das Eintreffen mehrerer Streifenwagenbesatzungen habe Schlimmeres verhindert. Nach Feststellung der Personalien wurden die allesamt polizeibekannten Randalierer wieder auf freien Fuß gesetzt. Der Zugführer erlitt Prellungen am ganzen Körper und im Gesicht.

Münchens Polizeipräsident und der Münchner Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld äußerten sich skeptisch über Forderungen aus der Politik nach härteren Jugendstrafen. Schmidbauer sagte, mancher Politiker mache es sich zu leicht. Wichtiger als ein höheres Strafmaß sei ein steigendes Risiko, bei einer Tat entdeckt zu werden. Auch Schmidt-Sommerfeld bezweifelte, dass höhere Strafen die U-Bahn-Schläger von ihren Taten abgehalten hätten. Das Hauptproblem sei, dass viele Kinder und Jugendliche nie gelernt hätten, wie sie ihre Aggressionen abbauen könnten. Oftmals fehle «die harte Hand des Elternhauses». Schmidbauer beklagte, dass Gewalt in allen gesellschaftlichen Bereichen derzeit «modern» sei.

" Auch Schmidt-Sommerfeld bezweifelte, dass höhere Strafen die U-Bahn-Schläger von ihren Taten abgehalten hätten." --> ist es Eurer Meinung nicht ganz genau das, was gebraucht wird? Nur wenn man leider den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, so wie sehr viele der engstirnigen deutschen Beamten, kann man ja nur noch zusehen, wie das Lang immer weiter im Kriminalitätssumpf versinkt. Sicher aber ganz sicher helfen da härtere Strafen. Der Punkt ist meiner Meinung nach nur, dass es nicht so sehr um Verhinderung von Verbechen durch härtere Strafen geht als vielmehr darum, ein- oder zweimal bekannt gewordene Straftäter aus dem Verkehr zu ziehen. Was bitteschön ist der Sinn einer Politik, Leute, denen noch nicht mal Asyl gewährt wurde nach der Tat wieder auf freien Fuss zu setzen? Ich sage Euch mal, wie es auch geht in einem Land das sich Gott sei Dank 12.000 Kilometer weiter östlich befindet (von Deutschland aus gesehen).

Japan. Sollte sich hier ein Ausländer (und wir sprechen hier noch nicht mal von zu Unrecht Eingereisten) auch nur ein beschissenes verrostetes Fahrrad klauen und wird dabei erwischt, sitzt er ohne miff und maff in der nächsten Maschine irgendwohin, aber Hauptsache raus aus dem Land. Aber natürlich, ja natürlich ist das in Deutschland ja nicht möglich, da wir ja weltweit unsere weiße Weste hochhalten müssen. WIR! waren ja die Bösen im Krieg und WIR! haben ja auch heute noch nicht das Recht, den Finger im eigenen Land gegen Verbecher zu erheben, denn das macht uns ja weltweit zu Nazis.

Nein Leute, ich meine mit solchem weichherzigen Geschwätz wird man in Zukunft nicht eine Straftat verhindern können, wenn die Leute, die sie begehen aus einer völlig anderen Welt kommen (wie Palästina oder Irak), wo man sich schon zum frühen Morgen aus herzlichster Liebe gleich mal in die Fresse schlägt. Aber weiterhin viel Spaß beim weltfremden Herumdiskutieren an runden Tischen mit Kaffee und Kuchen über Dinge, die man ja selber nie erlebt, wird man doch als deutscher Politiker anscheinen überallhin mit nem Auto kutschiert. Was mich auch gleich zum nächsten Beispiel bringt:

 

Tesla Roadster mit Elektroantrieb (aus 2006)

Der Erfolg hat selbst die Entwickler überrascht: Kaum hat der kalifornische Sportwagenhersteller Tesla (Slogan: "Burn rubber, not gasoline") die Produktion eines neuen Roadsters angekündigt, war die erste Serie ausverkauft. 100 Überzeugungstäter orderten einen Wagen für 100.000 Dollar, der erst im nächsten Sommer auf den Markt kommt und so gar nicht zum typischen American Way of Drive passt.

Denn der in Kooperation mit den Designern des britischen Sportwagenherstellers Lotus hinreißend gezeichnete Zweisitzer ist kein Macho-Roadster im Muscle-Shirt und mit V8-Bollerwerk. Sondern ein Leisetreter im grünen Mäntelchen. Angetrieben wird er von einem 238 PS (185 kW) starken Elektromotor, der seine Kraft aus 6381 Lithium-Ionen-Akkus saugt und mit bis zu 13.500 Umdrehungen zu Werke geht.

TESLA ROADSTER: MIT STROM GEGEN DEN STROM


Diese Batterien werden in rund dreieinhalb Stunden geladen und bieten zusammen mit der beim Bremsen zurückgewonnenen Energie genügend Saft für etwa 250 Meilen. "Das ist beinahe dreimal so viel wie bei bisherigen Elektro-Autos", schwärmt Tesla-Vorstand Martin Eberhard. "Denn es macht einfach keinen Sinn, ein Auto mit 90 Meilen Reichweite zu verkaufen. Da ist man häufiger am Laden als am Fahren", analysiert er den Misserfolg bisheriger Konzepte.

Weil bei Elektromotoren das maximale Drehmoment sehr viel früher zur Verfügung steht als bei einem Verbrennungsmotor, passen die Fahrleistungen zum sportlichen Aussehen. Nur vier Sekunden sollen vergehen, bis der Roadster auf Tempo 100 kommt. Das kann auch eine Corvette kaum schneller. Und weil in den USA fast überall ein Tempolimit herrscht, ist auch die begrenzte Höchstgeschwindigkeit von gut 200 km/h kein Problem.

"Der Tesla Roadster bietet die Performance eines Sportwagens und braucht dafür keinen Tropfen Benzin", fasst Eberhard die Eckdaten zusammen. "Das war unser Ziel, als wir vor drei Jahren mit der Arbeit begonnen haben - ein Auto, das ohne Emissionen fährt und trotzdem begehrenswert ist." Dafür bietet die 3,95 Meter lange und 1,13 Meter flache Flunder, die bei Lotus in England gebaut werden soll, neben dem umweltfreundlichen Antrieb sonst alles, was der Amerikaner im Auto braucht zum Glücklichsein: Zwei Airbags und Traktionskontrolle sind ebenso an Bord wie Tempomat, Klimaanlage, Sitzheizung und viele elektrischer Helfer. Denn so weit, dass man die Fenster von Hand kurbelt, geht das Energiesparen dann doch nicht.

Edle-Sportwagenbauer entdecken den Elektroantrieb

Mit der Idee vom sportlichen Stromer ist Tesla nicht alleine. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch die monegassische Edelschmiede Venturi, die ihr Modell Fetish zum Preis von 450.000 Euro auch als Elektrorenner anbieten. Dann bekommt der offene Zweisitzer einen E-Motor mit etwa 300 PS, der die Flunder in 4,5 Sekunden auf Tempo 100 bringt und immerhin genug Kraft für 170 km/h hat. Nur das Geräusch will nicht so richtig passen. Statt eines tiefen Röhrens hört man nur ein leises Surren.

Beide Beispiele machen deutlich, dass der Elektroantrieb längst nicht in der Sackgasse steckt. Nicht nur für Golf-Caddys, Krankenfahrstühle und kleine Stadtfahrzeuge, so die Botschaft der beiden E-Sportler, könne man Strom als Kraftstoff nutzen. Dass es insbesondere bei den großen Marken keine nennenswerten Angebote gibt, hat nach Einschätzung von Kritikern keine technischen, sondern politische Gründe. In dem in den USA gerade angelaufenen Film "Who Killed The Electric Car?" strickt Regisseur Chris Paine um die gescheiterte Geschichte des EV1 von GM daher eine Verschwörungstheorie. Sie gibt vor allem der Mineralöllobby und den Herstellern die Schuld daran, dass der 1996 präsentierte Stromer bis zu seinem unrühmlichen Ende im Jahr 2002 nur gut 1000 Mal verkauft wurde.

Verbrennungsmaschinen so lange wie möglich

Auch der deutsche Wissenschaftler Felix von Borck vom Forschungsinstitut Akasol in Darmstadt sieht die Entwicklung künstlich verlangsamt. "Die Industrie hat ganz bewusst vom Elektroauto auf die Brennstoffzelle geschwenkt - um Zeit zu gewinnen", sagt der Ingenieur. Und dass die Brennstoffzelle noch nicht fertig sei, könne den Konzernen nur recht sein. "Denn die Industrie will so lange wie irgend möglich am Verbrennungsmotor festhalten. Der ist fertig entwickelt, der kostet nicht mehr viel Geld. und damit kennen sich die Konstrukteure aus", analysiert Borck die zögerliche Haltung.

"Wir halten es für technisch einfacher, kostengünstiger, energetisch dreimal effizienter und vor allem kurzfristig realisierbarer, ein Elektrofahrzeug in nennenswerten Stückzahlen herzustellen als ein Brennstoffzellenfahrzeug", sagt Borck. "Hätte man all das Engagement, das in den letzten Jahren in Hybrid und Brennstoffzelle geflossen ist, in das Elektroauto gesteckt, dann wäre es längst auf der Straße", schätzt der Darmstädter. "Und zwar nicht als teures Spielzeug, sondern als Massenmodell eines Großserienherstellers."

Woran liegt es, dass Elektroautos keine Chance bekommen?

So sehen das natürlich nicht alle Experten. Technische Entwicklungen, die die Unabhängigkeit vom Erdöl anstreben, seien zwar grundsätzlich zu begrüßen, sagt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer. Doch habe der Elektroantrieb in den letzten Jahren kaum Fortschritte gemacht. "Probleme mit der Batteriealterung, ungeklärte Fragen der Entsorgung, hohe Herstellungs- und Ersatzkosten und die Tatsache, dass die Primärenergie nur mit großen Verlusten auf die Straße gebracht werden kann, haben die anfängliche Euphorie gedämpft."

Auch Mercedes-Forschungschef Herbert Kohler hält Skepsis für angebracht: "Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge sind interessante Studienobjekte für emissionsfreie Autos", gibt er zu. Doch hänge der Erfolg solcher Konzepte entscheidend von der Batterietechnik ab. "Bei den heute verfügbaren Batterien dieser Größenordnung gibt es insbesondere hinsichtlich Lebensdauer, Gewicht und Sicherheit noch viele ungelöste Fragen", die noch reichlich Forschungs- und Entwicklungsarbeit erforderlich machten, sagt der Forscher und zieht ein ernüchterndes Fazit. "Einen möglichen Serieneinsatz sehen wir in naher Zukunft nicht." Ganz richtig! Und lieber Herr Kohler, WARUM sehen wir einen möglichen Serienersatz in naher Zukunft nicht?? Naaaa liebe Kinder? Wer hat aufgepasst?

Richtig! Weil die deutschen lieber über die technischen Unzulänglichkeiten diskutieren und Gutachten darüber erstellen, warum man etwas nicht machen kann, während andere in meinen Augen wirkliche Forschungsstaaten (ja liebe Kinder, die gibt es zB mit der USA, England, Japan, Indien, China) schon längst mit der Entwicklung begonnen und Leute wie das Großhandelshaus JPMorgan mit einem Fonds in dieses Projekt investieren und Privatleute wie die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin allein 100 Millionen invesitert sind. Und warum geht das bei uns nicht? Weil wir einfach nicht den Mumm zu Veränderungen haben und lieber bereits entwickelte Produkte aus dem Ausland teuer einkaufen, weil man sie bei uns nicht entwickeln lassen kann oder will. So wie zB der Tesla hier. Und dem Statement "Einen möglichen Serieneinsatz sehen wir in naher Zukunft nicht." kann man nur anfügen: Ohne Fleiss kein Preis, das haben wir schon im Osten in der ersten Klasse gelernt. Aber vielleicht ist es ja auch ganz genau das, was wir nicht kapieren. Man kann nicht irgendwas sehen, sondern muss hart arbeiten, um etwas zu verändern. Aber wenn ich mir dann wieder überlege, wie zB die Leute beim hart geführten Elektronikkonzern Siemens damals nachmittags schon mit dem Beinen auf den Tischen in Regensburg rumgelungert haben, kann ich nur sagen, dass mit einer solchen Einstellung freilich nix wird. Es wäre doch (auch die Politiker angesprochen! Ja genau die, die zB damals den Dosenpfand einführten mit dem Hintergrund den Müll zu reduzieren und auf Flaschen umzuschwenken und 3 Monate später beim nächsten Parteitag selbst mit Dosenbier im Fernsehen zu sehen waren) es wäre also doch ein leichtes sich mal zu sagen, man investiert mal ein paar hundert Millionen in die Forschung besserer Batterien und macht sich Gedanken um die Entsorgung! Ich bitte Euch, da haben wir doch schon ganz andere Probleme gehabt. Und ein Statement wie vom Herrn des ADAC: "Primärenergie nur mit großen Verlusten auf die Straße gebracht" ist natürlich auch völlig vorbei am gerade vorliegenden Text. Ich finde wirklich, wenn man sich mal etwas hinsetzen würde, könnte man auch politisch ein solches Auto zum Kauf anregen durch Subventionen und dadurch auch dessen Fortschritt schnell beschleunigen. Wenn man in der Politik wirklich mit den ganzen Mineralölsteuern auf die Reduktion von Treibhausgasen und mit den KFZ-Steuern auf den Kauf neuer besserer Autos abzielt, warum frage ich mich dann, habe ich in unserem Land so gut wie noch nie etwas zB vom Tesla gehört in den Medien?? Aber leider habe ich ja vergessen, dass wir es ja nicht draufhaben, futuristische Ideen zu verwirklichen sondern lieber Versuchen mit Vorwänden das Steueraufkommen künstlich zu erhöhen um unsere Diäten weiter azutreiben. Ähnliches haben wir ja schon mit der ganzen Diskussion um den Transrapid gesehen. Während andere Nationen unsere Technik kauften und das Ding schon lange am Horizont von Shanghai zu sehen ist und über uns gelacht wird, wägen wir immer noch ab und drehen uns im Kreis. Armselig.

Aber Gott sei Dank läuft das Vorhaben mit Tesla sehr gut, es sind bereits alle geplanten Autos für 2008 verkauft bzw. vorbestellt und die Warteliste für 2009 ist auch voll. Und da es so gut läuft wird Silicon Valley hoffentlich in 2 Jahren dann seinen Siegeszug beginnen um die Welt, denn dann rechnet der Erfinder Martin Eberhard mit der Einführung der Tesla Limousine, die dann nur noch 30.000 Euro kosten und auch in viel höheren Stückzahlen produziert werden wird, da man sich bewusst ist, mit dem Roadstar kein großes Publikum erreichen zu können. Und wer sich mal nur ausrechne, wieviel Geld man für Benzin und lahme Autos rausbläst in nur 100.000 Kilometern, der braucht über den meiner Meinung nach vernünftigen Preis nicht murren. Vernünftig weil ja immerhin die Ingenieure von Lotus aus England mit drin hängen und das Ding sogar noch in England hergestellt wird. Man muss also in den 30.000 sogar noch negative Wechselkurseffekte zum britischen Pfund mit berücksichtigen, die bereits eingepreist sind. Na, wir werden sehen, wie lange Shell und Co. noch lachen. Und dann können wir jeden Tag in unserem Tesla das schöne Lied von Scooter spielen: "Who´s got the last laugh now?".

07.01.2008

Da ich nun meine Reise nach Ôsaka antrete, wird leider auch die Aktualisierung meiner Website bis ins neue Jahr hinein ruhen. Ihr dürft Euch aber dann auch über den Nachtrag zur heute gesehenen Illumination in Odaiba freuen wie auch endlich die Fotos aus Kyôto, Ôsaka, Yokohama, Kamakura und vieles mehr. Freut Euch, denn das Schönste kommt erst noch (sobald es die Zeit erlaubt).

Alle, die noch auf eine Mail von mir warten: habt bitte noch bissl Geduld die Zeit spielt leider nicht immer so mit!

Ich wünsche Euch allen einen wunderbaren Rutsch ins Jahr 2008, bleibt gesund und auf dass das nächste Jahr ebenso gut wie dieses werde!

Möge die Macht mit uns sein.

27.12.2007

Endlich habe ich es geschafft meinen Horizont mal etwas zu erweitern und zu lernen, wie man Videos online stellt. Daher kann ich Euch nun endlich auch meine langerwartete Video Sektion präsentieren. Als erstes finden sich darauf die Videos vom Soukeisen (Waseda-Keio-Baseball-Spiel) im Mai diesen Jahres. Ist zwar schon ne ganze Weile her, aber besser spät als nie! Und das Ganzen ist ja auch nicht so sehr zeitgebunden, da die Waseda-Hymne ja bekanntlich unvergänglich ist ;)

Weiterhin kann man nun ein paar Videos bewundern bezüglich wie offen und fortschrittlich sonst so frigide Japaner im Denken sein können. Gesehen habe ich das Ganze diese Woche in einem Fantasy toy shop in Ueno, wo ich mal mit dem Beat auf Streifzug war. Die Bilder dazu kommen dann Anfang Januar. Übrigens habe ich gerade gehört, dass das wirkliche USB-drives sind. Hey, so eins hole ich mir aber definitiv!

Zugang findet Ihr auf der Index-page links unter "photographs" oder hier.

27.12.2007

Erste Fotos der in Japan weitverbreiteten Illumination online! Hier geht´s lang.

Bisher sind die Beleuchtung der Herbstbäume im Rikugien-Park sowie der wirklich atemberaubenden Weihnachts-Illumination des Roppongi-Distriktes inbegriffen. Heute und morgen werde ich mich bemühen auch die anderen Highlights in Tôkyô-Marunouchi und Odaiba noch zu sehen. Da es am Freitag dann bereits gen Ôsaka geht bis 6. Januar sind das die beiden letzten verbleibenden Möglichkeiten, die sich mir noch bieten.

26.12.2007

Bildergalerie über den japanischen Herbst drastisch ergänzt! Hier geht´s lang.

25.12.2007
Japanische Armee soll auf UFO-Angriff vorbereitet werden

Tokio (AFP) - "Japans Verteidigungsminister Shigeru Ishiba will die Streitkräfte des Landes auf ein mögliches Auftauchen von Unbekannten Flugobjekten (UFOs) aus dem All vorbereiten. "Nichts rechtfertigt es zu bestreiten, dass UFOs existieren und von einer anderen Lebensform kontrolliert werden", sagte Ishiba in Tokio. Er wolle überprüfen, wie die japanische Armee auf einen möglichen Angriff von Marsmenschen reagieren könne. Die streng pazifistische Verfassung des Landes erlaubt ein Einschreiten der Streitkräfte ausschließlich im Fall eines Angriffs durch einen ausländischen Staat.

Auf der Suche nach Lösungen beackert der Minister offenbar ein weites Feld: "In den Godzilla-Filmen", sagte Ishiba, "kommen die japanischen Truppen auch zum Einsatz". Es sei sehr erstaunlich, dass für den Fall einer Invasion von Außerirdischen noch keinerlei gesetzliche Regelung getroffen wurde, sagte der Minister, der betonte, es handele sich um seine persönliche Meinung.

Die Aussagen Ishibas folgen auf eine überraschende Einlassung des Vizechefs und Sprechers der Regierung, Nobutaka Machimura. Dieser hatte vor zwei Tagen gesagt, er sei "absolut überzeugt", dass UFOs existieren."

Na das ist doch endlich mal ein netter Erklärungsversuch für den Wunsch, endlich wieder einmal eine wettbewerbsfähige Streitkraft aufzubauen, um das Spiel hier in Asien wieder etwas interessanter zu gestalten. ;)

25.12.2007

Das Wunder von Tôkyô - Eine Weihnachtsgeschichte

Man mag es nicht für möglich halten. Ich habe mir heute ein paar neue Schuhe gekauft. Klingt jetzt vielleicht nach einer extrem langweiligen Story, aber (so meine ich) sie ist es nicht! Denn: dieser eine Satz "Ich habe mir heute ein paar neue Schuhe gekauft." birgt gleich zwei Widersprüche in sich.

1) ICH habe mir heute Schuhe GEKAUFT --> ist insofern ein Widerspruch, als normal kaum genug übrig bleibt am Ende des Monats um hier noch groß auf die Scheiße hauen zu können

2) SCHUHE passen mir in Japan schon seit 9 Monaten kein einziges Paar, trotz intensivster Suche, da es hier bei der 43 aufhört, ich aber eine 44,5-45 brauche, meist zumindest

Was war passiert? Nachdem meine wunderbaren Adidas-Schuhe, die ich nun schon seit Christi Geburt trug, schon keine Sohle mehr hatten, habe ich zu meinen Notschuhen von Nike gegriffen, die ich extra von Deutschland hierüber geschifft habe und die nach mehr als 4 Monaten dann auch ankamen. Nach dem dritten Mal tragen aber machte sich bereits ein kleiner Schlitz an der Vorderseite bemerkbar, nicht der Schuh direkt, aber das verzierende Leder darüber, das dann auch von Tag zu Tag größer wurde und ich dann sogar zum Kleber greifen musste. Heute aber in der U-Bahn erschien mir ein Engel mit rotem Gesicht, Hörnern und Gabelschwanz (in manchen Breiten auch "Pfui" genannt), der mir sagte, dass wenn ich hier weiter so rumrenne er mich bald nach Afrika schickt, da ich dort besser hinpasse als in eine industrialisierte ökonomische Weltmacht. Also machte ich mich auf nach Shinjuku, dem größten Büroviertel Asiens und zugleich weltgrößter Umschlagsbahnhof mit mehr als 1 Mille Männlein am Tag, in ein ABC Mart, sozusagen der Media Markt für Schuhe in Japan - und schon erschien mir der leuchtende Stern am Fuße. Ich entdeckte wunderschöne braune Schuhe. Sogleich wagte ich den Verkäufer anzumurmeln, ob denn auch größere Größen erhältlich seien, wohl wissend, dass die Chance darauf ungefähr so groß ist, wie vom Blitz getroffen zu werden beziehungsweise zehnmal größer als den Lottojackpot zu knacken. Doch was ich bei meinen bisherigen Pilgerfahrten nie in Betracht zog war, dass man nicht nur in einer Richtung suchen sollte, sondern mehrdimensionale Energien nutzen kann. Denn zu meiner allzu großen Verwunderung entgegnete er mir (obwohl ich eigentlich schon gar nicht mehr hinhörte), dass ich keine größere Nummer bräuchte. Endlich wusste ich, was es bedeutete, aus den Latschen zu kippen. Ich wollte ihm grad hochnäsig wie ich ja nun mal bin zeigen, dass die westlichen Barbaren meist ein paar Millimeter größere Füße hätten als die japanischen Genossen, als er sogar noch hinterherschob, dass die Schuhe größer ausfallen als andere. Zugleich schubste ich ihn ins Lager, mir welche zu holen und tatsächlich kam er alsbald zurück - mit hervorragenden Reebok Run DMX Rainwalker MAX wide chocobrown mit einer Air-Federung, die ich noch niemals zuvor gesehen hatte. Und tatsächlich passten diese 43er Schuhe weitaus besser als so manch passender 45er Schuh in Europa. Und dank derzeit sehr tollem Wechselkurs sind die Schuhe nun in Japan sogar noch billiger als in Deutschland. Als ich dann endlich beide Schuhe anhatte und mich bewegte, fiel ich erstmal fast nach hinten hinüber, da die Schuhe ganz eigene Energien zu entwickeln schienen. Tatsächlich bemerkt man, obwohl man denkt, dass man eigentlich gar nicht wirklich geht, dass also doch irgendwie die Regale und Objekte in unmittelbarer Umgebung an einem vorbeifließen. Als ich den Verkäufer gerade fragen wollte, warum japanische Regale beweglich seien, meinte er auch schon, dass man mit diesen Schuhen meine, man gehe gar nicht. SO! und ganz genauso ist es! Nun kann ich tatsächlich ein wunderbares Weihnachtsfest genießen in Japan und nicht barfuss umherstolpern - dank europäischer (und nun sogar deutscher, seit sich Adidas Reebok einverleibt hat) Spitzentechnologie und Eingebung von Reebok und darf mich noch dazu daran ergötzen, einmal mehr auf amerikanische Produkte genüsslichst zu scheißen.

Was anzumerken bleibt ist, dass man nicht studieren muss, um die Möglichkeit zu bekommen, auch mal über den Tellerrand hinauszublicken - nein, auch im alltäglichen Leben sind doch jede Menge wertvoller Erfahrungen zu machen.

Man vergebe mir also diese zugegebenermaßen unkonventionelle Werbeaktion hier - mag man dann doch vielleicht auch etwas verstehen, dass man sich mit etwas weniger auf der hohen Kante - was zumeist ein nicht allzu kleiner Stressfaktor ist - auch als Lebewesen im Zeitalter des Reichtums noch an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen kann.

In diesem Sinne allen meinen Lesern eine weitere wunderschöne Adventszeit mit besten Wünschen aus der kulinarischen Hauptstadt der Welt und falls nun doch überraschenderweise, soll heißen wie jedes Jahr, kein Schnee zu Weihnachten fällt, mag man daran denken, dass Länder existieren, deren Leute nicht mal wissen, wie Wolken aussehen.

 

14.12.2007

Die Supermaus

Tokio (AP) Japanische Gentechniker haben Mäusen durch einen Eingriff in die DNA die Angst vor Katzen genommen. Die im Labor veränderten Mäuse liefen zutraulich auf ihre natürlichen Feinde zu und spielten mit ihnen. Manipuliert wurden Zellen der Nasenschleimhaut. Damit sei nachgewiesen, dass diese Form der Angst nicht erlernt, sondern genetisch determiniert sei, sagte der Leiter des Forschungsteams an der Universität Tokio, Ko Kobayakawa. Daraus könne möglicherweise geschlossen werden, dass auch die menschliche Aversion gegen bestimmte Gerüche wie verwesendes Fleisch genetisch festgelegt sei. Das Forschungsprojekt soll nach Angaben Kobayakawas einen Beitrag für das Verständnis leisten, wie das Gehirn Informationen der Außenwelt verarbeitet.

14.12.2007

Erste Bilder vom wunderschönen japanischen Herbst nun endlich online!! Hier gehts lang. Mittlerweile findet man in ganz Tôkyô überall schöne weihnachtliche Dekoration, die aber meist auf Kundenfang seitens der Geschäfte ausgelegt ist. Das tut aber der Tatsache keinen Abbruch, das man hier wirklich ziemlich viel dafür tut, keine Langeweile in der Stadt aufkommen zu lassen, was mir immer wieder sehr sympathisch ist. Trotz dass die christliche Weihnacht in Japan so nicht zelebriert wird, kommt trotz Schneemangel und wärmeren Wetters das Gefühl der Adventszeit auch hier etwas durch - dank des Aufwandes der Geschäfte und Kommunen schätze ich, da teilweise die ganzen Straßen (wenn auch etwas amerikanisch angelehnt) beschmückt sind.

Nebenbei, sollte jemand Interesse haben an meinen Fotos hier in Wallpaper- bzw Originalgröße bitte ich einfach um Meldung, ich lasse sie Euch gerne zukommen!!

01.12.2007

Der alljährliche Panasonic-Adventskalender startet wieder! Der Link dahin befindet sich auf der Startseite in Form des Logos oder einfach hier. Jeden Tag gibt´s coole Preise zu gewinnen und die privaten Daten werden auch noch vertraulich behandelt! Mitmachen!

29.11.2007

Fotos der 40. Tôkyô Motor Show, die vor einigen Wochen stattfand, sind jetzt endlich online!!

Nachdem die letzten 4 Wochen mal wieder ziemlich reingehauen haben, finde ich jetzt wieder mal die Zeit mich um meine Leser zu kümmern. Möglich wurde das Ganze durch einen zusätzlichen freien Donnerstag und Freitag aufgrund von Feiertagen in Japan. Mittlerweile ist es auch hier relativ kalt geworden, obwohl das Wetter derzeit eigentlich super ist. Jeden Tag blauer Himmel und Sonnenschein. Doch nachts wirds dann schon ziemlich kühl und bei den dünnen Wänden hier merkt man das dann doch auch ziemlich. Ansonsten läuft alles so wie immer, nur das halt langsam die Tage hier immer weniger werden. Am Sonntag dann gehts mal in den Osten Tôkyôs zu einer Sakebrennerei, die hier in der Region ziemlich bekannt ist. Die Umgebung dort sollte eigentlich ziemlich schön sein, am Berg gelegen, und da derzeit die Bäume rot werden - wer weiss, vielleicht gibts ja ein paar schöne Schnappschüsse!

Nun aber zur Motor Show!

23.11.2007

Michelin krönt Tôkyô als kulinarische Hauptstadt unserer Erde

Tokio (AFP) - Tokio ist die Stadt mit den weltweit meisten Sternen geworden - in der ersten Ausgabe des renommierten Michelin-Restaurantführers für ein Land außerhalb Europas beziehungsweise der Vereinigten Staaten. Gleich 191 Sterne verlieh das gestrenge Gastronomiebrevier an Feinschmeckerlokale in der japanischen Hauptstadt, fast doppelt soviele wie an Paris (97) und mehr als drei Mal soviele wie an New York (54). Erstmals in der 108-Jährigen Geschichte des Gourmet-Führers erhielten alle 150 ausgewählten Restaurants mindestens einen Stern. Laut Michelin ist das eine "Hommage an die außergewöhnliche Küche" in Japan.

In die Spitzenriege der Drei-Sterne-Etablissements, die damit nach Michelin-Verständnis allein schon die Reise nach Japan lohnen, schafften es acht Lokale: fünf mit japanischer und drei mit französischer Küche. Auf 25 weitere entfielen jeweils zwei Sterne, mit einem Stern wurden immerhin noch 117 bedacht. Der Anteil der Restaurants mit japanischer Küche liegt bei 60 Prozent. Unter den 59 "ausländischen" Lokalen (mit überwiegend japanischen Küchenchefs) dominieren mit 44 diejenigen, in denen die französische Haute Cuisine zelebriert wird. In den übrigen wird italienisch, chinesisch oder spanisch gekocht.

Unter den sterngekrönten "Japanern" sind solche mit mehrgängigen Kaiseki-Menüs und Sushi-Kreationen, aber auch auf Buchweizen-Soba-Nudeln spezialisierte Lokale oder solche, die den legendären Fugu-Kugelfisch im Angebot haben. Die Zubereitung dieser Delikatesse ist in Deutschland verboten. In Japan ist dafür eine Spezialausbildung der Köche und eine besondere Lizenz erforderlich, weil bei einem auch nur leisen Anritzen der Leber des Fisches die ganze Mahlzeit zum tödlichen Gift werden kann.

Käuflich zu erwerben ist der auf Japanisch und Englisch abgefasste "Guide Michelin" ab Mittwochabend. Vor seiner Veröffentlichung hatte es in Japan in einschlägigen Kreisen, aber auch in den Medien eine heiße Diskussion darüber gegeben, ob das ganze Unternehmen nicht Ausdruck eines typisch französischen Kulturimperialismus sei. Dieser wisse die Besonderheiten der einheimischen Essgewohnheiten und Traditionen nicht zu würdigen, ereiferten sich japanische Starköche und Gourmet-Kritiker. Den Michelin-Führer focht das nicht an. Das Sushi-Restaurant "Sukiyabashi Jiro" eines seiner Hauptkritiker, Yoshikazu Ono, nahm er mit drei Sternen in die begehrte Höchstkategorie auf.

22.11.2007

Bahnbrechender Durchbruch in der Stammzellenforschung an der Kyôto-Universität

Trotz immenser Forschung der Amis auf diesem Gebiet haben´s diesmal die Japaner geschafft einen neuen Meilenstein zu setzen:

Wissenschaftler aus Japan und den USA haben menschliche Hautzellen so umgewandelt, dass sie embryonalen Stammzellen ähneln. Damit haben sie wohl einen Weg gefunden, um die ebenso begehrten wie umstrittenen natürlichen embryonalen Stammzellen zu ersetzen. "Die Forschungsergebnisse aus den Laboren des japanischen Stammzellforscher Shinya Yamanaka und des US-Forschers James A.Thomson sind eine Sensation", urteilte der international renommierte Stammzellforscher Hans Schöler, Direktor des Max-Planck-Instituts für Molekulare Biomedizin in Münster, gegenüber dem Abendblatt. Den Teams ist es erstmals gelungen, ausgereifte menschliche Hautzellen mit einem Cocktail aus vier chemischen Komponenten so zu programmieren, dass sie sich wie menschliche embryonale Stammzellen verhalten.

Dazu entnahmen die Wissenschaftler Hautzellen, legten diese in Petrischalen und fügten den Cocktail hinzu. Er besteht aus vier Transkriptionsfaktoren, die das Erbgut der ausgereiften Zellen zum Wandel zwingen. Dafür wurden sie mit Hilfe von viralen "Taxis", die im Rahmen der Gentherapie entwickelt worden sind, in das Erbgut der Hautzelle eingeschleust.

Die so behandelten Zellen wurden auf eine spezielle Nährlösung gesetzt. Nach 30 Tagen hatten sich in dem japanischen Labor einige Zellen in Stammzellen umgewandelt, die alle Merkmale embryonaler Stammzellen besitzen. Diese Zellen fischten die Wissenschaftler unter dem Mikroskop aus dem Gemisch heraus. Insgesamt fünf Zelllinien kultivierten die japanischen Forscher. Aus diesen züchteten sie schlagende Herzzellen, Nerven-, Muskel- und Fettzellen. "Das war der Beweis, dass diese Zellen wirklich über ein enormes Potenzial verfügen", sagt Schöler.

Zugleich warnt der erfahrene Forscher vor zu großen Hoffnungen. Denn die so erzeugten Zellen sind aus zwei Gründen für therapeutische Ansätze unbrauchbar. Zum Ersten enthalten sie die Gene von den Viren, mit denen die Transkriptionsfaktoren in das Erbgut der Hautzelle eingeschleust worden sind. Zum Zweiten sind die Transkriptionsfaktoren selber problematisch.

So enthält der Cocktail, mit dem Shinya Yamanaka vor einem Jahr bereits adulte Mauszellen in embryonale Maus-Stammzellen verwandelte, zwei Faktoren, die Krebs erregen können. Sie müssen ersetzt werden. Einen Schritt auf diesem Weg könnte dem US-Forscher James Thomson gelungen sein. Der Pionier, der die humanen embryonalen Stammzellen vor zehn Jahren entdeckte, kreierte einen Cocktail, in dem diese Risikofaktoren nicht mehr vorhanden sind.

Auch wenn die induzierten embryonalen Stammzellen noch nicht für Therapien eingesetzt werden können, werden sie die Erforschung von genetisch bedingten Krankheiten beflügeln und die Entwicklung neuer Medikamente erleichtern.

"Außerdem gibt es bereits die ersten unveröffentlichten Ansätze, um die Transkriptionsfaktoren und somit die Viren durch eine neue Technik obsolet zu machen", sagt Schöler. "Meine Prognose ist, dass wir induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) ohne Viren früher haben werden als Therapien mit humanen embryonalen Stammzellen, so rasant bewegt sich momentan das Feld auf diesem Gebiet."

Und dreimal dürft Ihr raten, wer sich wieder einmal zu strunzdumm präsentiert, am Kuchen teilzuhaben.

Wissenschaftlern aus den USA und Japan ist es gelungen, einen Meilenstein in der medizinischen Forschung zu setzen. Sie wandelten erstmals menschliche Hautzellen in embryonale Stammzellen um und züchteten aus diesen schlagende Herzzellen, reizbare Nervenzellen und kleine Muskelzellen. Gestern berichteten sie in den Fachzeitschriften "Cell" und "Science" über den Durchbruch.

"Das sind bahnbrechende Ergebnisse, die meines Erachtens das Klon-Schaf Dolly in den Schatten stellen werden", sagte Professor Hans Schöler, Direktor des Max-Planck-Instituts in Münster, dem Abendblatt. Der international renommierte Wissenschaftler ist überzeugt: Diese Technik wird den Weg zu neuen Therapien, neuen Medikamenten und neuen Erkenntnissen über Krankheiten wie Herzinfarkt, Alzheimer, Querschnittslähmung oder Diabetes ebnen.

"Ich freue mich über den großen Fortschritt", sagte Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) dem Abendblatt. Er zeige, dass embryonale Stammzellen auf alternativen Wegen gewonnen werden können. Embryonale Stammzellen sind in der Medizin so begehrt, weil aus diesen "Alleskönnern" sämtliche Gewebe des Menschen entstehen. Bislang war die Forschung an ihnen aber heftig umstritten. Denn: Um die begehrten Zellen zu erhalten, müssen frühe menschliche Embryonen zerstört werden. Dies wird von den Kirchen und von Politikern aus allen Parteien abgelehnt. Die Umwandlung von menschlichen Hautzellen mithilfe von nur vier chemischen Zutaten in embryonale Stammzellen könnte ein Ausweg aus diesem Dilemma sein.

Um aber beurteilen zu können, wie gut diese "induzierten" Zellen tatsächlich sind und wie gut sie sich in die unterschiedlichen Zelltypen differenzieren lassen, müssen sie mit natürlichen menschlichen embryonalen Stammzellen verglichen werden. An dieser Forschung können deutsche Wissenschaftler gegenwärtig nicht teilnehmen, da sie nur mit embryonalen Stammzellen arbeiten dürfen, die vor dem 1. Januar 2002 hergestellt worden sind. Das war der Kompromiss, der vor fünf Jahren im Stammzellgesetz festgeschrieben worden ist.

"Wissenschaftler in Deutschland brauchen endlich Zellen, die einen Goldstandard für solche Untersuchungen darstellen", sagte Schöler. Seit Langem dringen Forscher auf eine Reform des Stammzellgesetzes.

"Die Forderung nach Vergleichsmöglichkeiten wird in der parlamentarischen Debatte um die Verlegung des Stichtages eine Rolle spielen", sagt Ministerin Schavan. "Ich halte eine Verlegung des Stichtages für verantwortbar." Forscher fordern die komplette Streichung. Dem Bundestag steht eine heftige Debatte bevor.

Quo Vadis, Deutschland??

16.10.2007

Ein Gästebuch ist nun auch verfügbar! Ihr gelangt über die Startseite dahin. Würde mich über ein paar Einträge freuen.

16.10.2007

Reisebericht unserer Reise nach Präfektur Hyôgo nun zweisprachig online. Hier geht es lang.

Während es ja nun in Deutschland nachts schon ziemlich kalt wird, wie ich gesehen habe, bleibt es hier weiterhin echt angenehm. Auch am abend kann man noch mit dünnen langärmligen Sachen herumrennen, was einem manchmal das Gefühl gibt, wirklich im Urlaub zu sein.

14.10.2007

Sämtliche Fotos meiner Reise nach Präfektur Shiga online mit dazugehörigem Reisebericht! Hier geht es hin.

13.10.2007

Früher Tod eines Motorradrennfahrers, der in Japan beinahe Legendenstatus erlangt hätte.

Norifumi „Norick“ Abe (jap. 阿部 典史, Abe Norifumi; * 7. September 1975 in Tokio; † 7. Oktober 2007 in Kawasaki) war ein japanischer Motorradrennfahrer.

"Er verunglückte bei einem Verkehrsunfall in der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober 2007 tödlich, als er mit seinem Motorrad in einen illegal auf einer Schnellstraße wendenden LKW prallte. Er erlag zwei Stunden nach der Einlieferung in das Krankenhaus in Tokio seinen Verletzungen. Abe startete bis 2006 in der Superbike-WM für Yamaha. Seine besten Ergebnisse in dieser Klasse waren drei vierte Plätze (2005 in Brünn in Rennen 2 und 2006 in Valencia in beiden Rennen). Als seine große Schwäche galt das Qualifying, weshalb er überwiegend auf den hinteren Plätzen am Start stand. Seit 1994 war er bei Yamaha unter Vertrag. Nach der Saison 2006 erklärte er seinen Rücktritt und kehrte nach Japan zurück, um gelegentlich an verschiedenen Veranstaltungen teilzunehmen. Norick kümmerte sich nebenbei noch um sein Junior-Team (Team Norick jun.) und arbeitete als offizieller Testfahrer weiter für Yamaha und ging zusätzlich 2007 in der japanischen Superbike (JSB) an den Start. Er fuhr dort eine Yamaha R1.

Der ehemalige Yamaha-500ccm-Werkspilot sorgte für Furore, als er als 18-Jähriger 1994 mit einer Wildcard in Suzuka die GP-Stars wie Doohan und Schwantz alt aussehen ließ und erst drei Kurven vor dem Ziel zu Boden musste. Sein Auftritt brachte ihm dennoch einen Werks-Vertrag bei Kenny Roberts ein. Nach Platz drei in Suzuka 1995 gewann Abe 1996 den japanischen GP.

"Ich kann mich an jedes Detail dieses Rennens erinnern", erklärte Abe 2005 in einem Interview. "Ich war im Qualifying nicht so stark. Als es ins Rennen ging, war ich unglaublich nervös, aber es hat dann alles geklappt. Alles ging so leicht und ich gewann mit sechs Sekunden Vorsprung auf Alex Criville. Ich erinnere mich noch an den nächsten Tag, als die Fans und die Presse auf mich einstürmten, es war unglaublich! Dieses Rennen hat mein Leben verändert."

Abe gelang noch zwei weitere Siege, 1999 in Rio und im Jahr 2000 erneut in Suzuka. Der stets freundliche und zugängliche Abe kam mit der Lebensweise in Europa sehr gut zurecht und lebte während seiner Zeit in der GP-Szene ständig in Spanien. Vor seinem Wechsel in das Gauloises-Yamaha-Werksteam im Jahr 2004, war Abe von 1999 bis 2002 in der Antena3-Yamaha-Truppe von Luis D'Antin unterwegs. 2003 folgte ein Jahr als M1-Testpilot mit Wilcard-Einsätzen in der MotoGP.

Der Japaner war auch ein Vorbild für den jungen Valentino Rossi, dessen Markenkollege er 2004 in der MotoGP-WM war. "Sein Fahrstil war schier unglaublich", erinnert sich Rossi in seiner Biographie an den Suzuka-GP 1994, den der Italiener als Teenager vor dem TV-Gerät verfolgte.

"Abe trug damals lange, glatte Haare und wirkte auch abseits der Piste wie ein Held. Aber hauptsächlich war es sein Fahrstil, er fuhr einfach wie ein Verrückter! Manchmal hielt er sich nur noch mit den Knien über dem Asphalt, weil er das Motorrad schon zu stark eingelenkt hatte. Irgendwann hat die Lenkung nicht mehr gewirkt und er ist hingefallen. Ich denke, dieses Rennen war das beste und schnellste seines Lebens."

Rossi fährt fort: "Abe hat geraucht und an den unmöglichsten Stellen überholt." Deswegen kreierte der junge Rossi auch in Anlehnung an Norifumi Abe seinen Spitznamen "Rossifumi". Abe kümmerte sich nach dem Rückzug aus der Superbike-WM Ende 2006 nach zwei bescheidenen Jahren im Yamaha-France-Entwicklungsteam von Martial Garcia in seiner japanischen Heimat um sein eigenes Junior-Team, war weiter für Yamaha als Testpilot tätig und bestritt die Japanischen Superbike-Meisterschaft. Vor dem Meisterschafts-Finale lag Abe dort auf Rang drei.

08.10.2007
Monday´s hell

Der erste Tag an der Waseda ist damit wieder rum und es zeichnet sich ab, dass es wohl dieses Semester zu beginn weniger Aufreger als damals geben wird. Wenn man das ganze System schon kennt hat das alles schon Vorteile. Hat direkt wieder Spaß gemacht und ich bin auch ziemlich froh, dass es weiter geht. Man vergisst halt in den Ferien doch auch viel und die ganze Zeit herumreisen lässt dann doch die Geldbörse auch nicht zu. Daher sitzt man dann doch öfter mal einfach nur daheim rum. Aber andersherum war einem auch im August keineswegs danach zumute sich zu bewegen, denn immer wenn man auch nur vom Stuhl aufstand brach der Schweiß förmlich aus einem heraus.

Die Kurse sind vom System her die gleichen wie letztes Semester, da Level 5 und 6 eh ziemlich ähnlich sind, daher weiß man schon so in etwa, was auf einen zukommt. Ich nehme dieses Semester nicht wieder den beta-Kurs (kommunikationsbetont), da man dort im Level 6 zwei Aufsätze a 6 Seiten von anderen Leuten lesen muss und darüber dann seinen Senf schreiben darf. Das ist dann doch echt zu viel. Ich hatte ja schon im letzten Semester kaum den einen geschafft gegen Ende des Semesters. Daher sitze ich im alpha-Kurs (lehrbuchbetont), dort macht man jeden Tag seine Kanjizeichen und seine Grammatik, einen Test über den vorigen Tag und auch mal ein Referat. Sieht weniger aus als beta und unser guter Joske meinte auch, dass er ihn sehr mochte im letzten Semester.

Was aber in diesem Semester als Überraschung lauert ist meine Entscheidung, eine echte "Hölle am Montag" auf mich zu nehmen, denn ich habe mich in den Kanji-Kurs des Levels 7 (wohlgemerkt von 8) eingetragen. Was dann dort abgeht ist einfach nur unglaublich. Dort werden pro Woche!! 150 Kanji gelernt. Das macht dann summa summarum 1800 im Semester - damit kennt man dann 93% der Kanji, die vom japanischen Bildungsministerium veranschlagt sind, um eine Zeitung normal zu lesen. Das heißt, nach dem Semester habe ich dann alle Jôyô-Kanji intus (solange ich es denn schaffe und auch behalte). Das sind doch mal Aussichten!! Da brauch ich in München nur noch paar Übersetzungkurse machen und Wirtschaft. Und das höchte Level vom weltweit anerkannten Japanischtest kann ich dann auch probieren denke ich. Was will man mehr? Und das Kanjibuch der Waseda ist auch einmalig! Viel besser als unsere Langenscheidt-Scheiße. Ich sag´s ja: Waseda war die Entscheidung des Lebens! Soviel von heute. Bis demnächst.

01.10.2007

Fotos unserer Geburtstagsreise nach Hyogo im August online!! Hier geht es hin.

30.09.2007

Nachdem nun auch der September wie im Flug verging kann ich nun leider doch behaupten, dass der Sommer und damit auch die Ferien vorbei sind. Ich habe in dieser Zeit soviel Reisen erlebt wie niemals zuvor und darf behaupten, auch durch die anstrengende aber sehr tolle Reise mit meinen Eltern hier, dass ich nun die main spots Japans kenne. Fotos davon habe ich jetzt soviele, dass ich nicht einmal weiß, wo ich anfangen soll zwecks hochladen, aber dafür wirds hier in Zukunft wohl auch nicht langweilig ;)

Morgen also geht´s erstmal wieder los. Mittlerweile ist es auch in Japan wieder etwas kühler, möchte fast schon sagen erträglicher geworden. Heute war der erste Tag seit sehr langer Zeit, an dem man wieder langärmlige Kleidung benötigt hat. WOW! Von solch einem langen Sommer habe ich bislang noch nichtmal geträumt.

Dieses Wochenende war eines der krassesten, die ich jemals erlebt habe. Nicht, dass Ihr jetzt denkt, man entwickelt sich in Japan zum Alkoholiker - nein - oder vielleicht doch, aber nur wenn man nicht aufpasst. Aber nun mal zum kurzen Anriss der Ereignisse:

Nachdem es nun mein Nachfolger und Studienkollege, der Beat, auch an die Waseda gebracht hat (ich wage mal zu sagen: erleuchtet durch mich) kamen wir zu dem Schluss, wir müssten doch die letzten freien Tage mal noch was vernünftiges ;) machen. Also machten wir uns auf ins Fortgehviertel Roppongi im Herzen Tôkyôs, wo wir uns in einem ziemlich normalen kleinen Club wiederfanden, in dem jedoch ziemlich gute Musik lief. Da die U-Bahnen in Tôkyô schon um Mitternacht dicht machen und wir keinen Bock auf nur 2 Stunden hatten, beschlossen wir, lieber später zu gehen, dafür aber erst mit der ersten U-Bahn heimzufahren. Gesagt getan. Es gab überraschenderweise keine Eintrittgebühr, dafür aber musste man immer ein Getränk in der Hand haben. Da wir als Studenten ja alle sehr reich sind blieb es dann aber ausschließlich bei gutem Bier - 28 Stunden danach hochgerechnet waren es dann an dem Abend 3 Liter pro Person. Sturzbetäubt dann schaffte ich es gegen 6 Uhr früh ins Bett und freute mich schon auf Schlaf bis gegen 16 Uhr, denn am Abend sollte dann das Endspiel des Australien Football warten, zu dem ich vom Marty, unserem Aussie in nen Pub eingeladen worden war. Wie ich es schon ahnte wurde ich dann gegen 9 Uhr früh (nach 3 Stunden Schlaf) von der Tomo geweckt. Instinktiv schaute ich aufs Handy - auf dessen Bildschirm eine Mail vom Marty wartete. Es entpuppte sich, dass der Treffpunkt bereits gegen 12 Uhr war. So schwankte ich in Vollnarkose des Oberstübchens in den Pub, wo mir alsbald der nächste Liter vorgestellt wurde. Nach dem Spiel fanden wir irgendwie heraus, dass es in Tôkyô einen echten "English Pub" geben musste, wo auch noch europäische wie auch japanische Fussballspiele live übertragen wurden. Zudem wurde dann am Abend auch noch das Spiel ManCity - Newcastle gezeigt, wo man einfach hingehen musste, da ich wie auch der Marty derzeit enorm Gefallen an City finden. Das Spiel war hervorragend, die Atmosphäre auch. Der Pub dürfte dann von mir in der nächsten Zeit wohl öfters mal besucht werden. Nach dem Spiel dann machte ich mich dann gegen 23 Uhr auf den Heimweg - fernab jeglicher Fähigkeit noch eine Reaktion irgendeiner Art auf meine Umwelt zu zeigen. Seit gestern weiss ich endlich, wie sich Leute fühlen, die an Schlaflosigkeit leiden.

30.09.2007

Photogallerie über Tôkyô massiv erweitert! Hier geht´s direkt hin.

Alle bisherigen Erlebnisse in Tôkyô sind derzeit enthalten. Wie immer sind in der Rubrik "destinations" als Unterkategorie von "photographs" alle Sichtungen mit Infos verlinkt. Eigene Ansichten dazu werde ich dann in den kommenden Tagen unter "life in Japan" unterbringen.

Nun noch ein kurzer Blick über die Ereignisse der letzten Wochen:

Wie unten beschrieben konnten wir ja dieses Jahr unsere alljährliche Geburtstagsreise in Japan erleben. Das war schon ein ganz besonderes Vergnügen. Nach der Fahrt im Nozomi 500 series und sekundengenauer Einfahrt nach ca. 780 Streckenkilometern in Kyôto nach 2h20 Minuten und 3 Stopps in Shinagawa, Yokohama und Nagoya (ergibt die schon seit jeher berühmte und enorm wichtige Handelsroute Tôkaidô - weitere wichtige Route bildet der Tôzandô) hatte ich dann nun endgültig begriffen, was ein Schnellzug leisten muss und warum es der ICE nicht sein kann. Man knallt wie im Flugzeug durch die Prärie verbunden mit hervorragendem Service des gesamten Personals - das ist das Geld doch wirklich wert. Nach der Ankunft in Kyôto gings mit dem Bummelzug weiter nach Kinosaki-Onsen einem sehr bekannten Erholungsort Westjapans. Das heißt, es findet sich eine Straße, an der etliche kleine Läden und Restaurants gelegen sind und ab und an sticht das schöne Haus eines der Onsen hervor. Jeder Onsen hat eine bestimmte Thematik. So gibt es zB den Mandala Onsen, der an einen buddhistischen Tempel erinnert. Andere schließen sich einer Storchenlegende an, andere werden dem Ruf gerecht, früher oft vom Kaiser besucht worden zu sein. Das wunderbare an Kinosaki ist aber, dass man in einem Hotel in dieser Straße übernachtet und dann im Yukata und Geta quer durch den ganzen kleinen Ort ins Onsen geht. Das ist ein tolles Gefühl, wohl wie im alten Japan. Die Quellen in Kinosaki sind ziemlich heiß, um die 50°C. Jeder dieser Onsen aber hat ein Rotenburo (Freiluft-Onsen) im Hintergarten, was eines der schönsten Dinge der japanischen Kultur überhaupt ist, denke ich. Bei der Gestaltung der Rotenburo gibt es auch Unterschiede. So kann man das Gefühl genießen in einer Höhle zu baden oder im Regenwald. Sollte man erlebt haben! (das rote auf der Karte ist Kinosaki!!)

Danach hatte ich das erste Mal die Gelegenheit, im japanischen Meer zu baden in Takeno-beach, mit dem Zug von Kinosaki nur 10 Minuten entfernt. Das japanische Meer ist in etwa vergleichbar mit der Ostsee oder Nordsee, wobei das Wasser vielleicht etwas wärmer ist als im Norden Deutschlands. Die Umgebung unterscheidet sich aber gewaltig, denn man ist in Japan so gut wie immer gleich von (nicht allzu hohen) Bergen umgeben. Auf jeden Fall aber sehr angenehm zum Baden. Leider aber kommt am japanischen Strand kein von unsereins geschätztes Urlaubsfeeling auf, denn die Japaner sehen das ganze eher als Partyvergügen und so geht es auch einher. Nicht unbedingt, was Ballermann betrifft, aber einfach zu belebt, um auf die Idee zu kommen, man wäre an nem ruhigen Strand in der Karibik...

Die Tomo musste dann nach Tôkyô zurück, ich blieb aber noch einige Tage in Ôsaka, um endlich auf den Berg Hiei mit dem Enryakuji-Tempel in Kyôto zu gehen und auch in Ôtsu am Biwa-See Zeuge eines gigantischen Feuerwerkes zu werden. Diese beiden Tage aber bedürfen einer extra Kategorie mit Bildern, die ich heute nicht mehr abhandeln kann. Freut Euch also auf die nächsten Tage, in denen eines der besten Erlebnisse bisher näher drankommt.

28.08.2007

Nachdem nun endlich Semesterferien sind und man sich vom Schock der vielen Freizeit wieder etwas erholt hat will ich nun auch mal wieder meine Website in Angriff nehmen. Seit ein paar Wochen hat sich ja nun nicht allzu viel getan. Mittlerweile hat in Japan die Feuerwerk-Saison begonnen. Das größte und älteste der großen Feste haben wir schon hinter uns, das Asakusa-Feuerwerk. Wir hatten das Glück, das ganze Spektakel vom Dach eines Hauses in der Nähe mit viel Bier genießen zu dürfen. Es waren ziemlich spektakuläre Sachen dabei, ovales Feuerwerk und welches, das nach dem Aufgehen wie Mücken herimgeschwirrt ist. Das war schon toll. In Japan dauern diese Veranstaltungen so ziemlich 2 Stunden, natürlich durch die Hilfe zahlreicher Firmen, die tatkräftig beisteuern. Die Feuerwerke finden im Rahmen des landesweiten buddhistischen Bon-Festes (Bon matsuri) statt, bei dem die Geister der verstorbenen Ahnen errettet werden.

Morgen begeben wir uns auf unsere alljährliche Geburtstagsreise, diesmal in eines der bekanntesten Onsen-Gebiete Japans in der Präfektur Hyôgo, nach Kinosaki. Dort finden sich zahlreiche wunderbare Onsen-Bäder in einer Straße aneinandergereiht und man kann, so wie ich bis jetzt erfahren habe, jedes probieren. Unweit von dort befindet sich auch Takeno-beach, einer der bekanntesten Strände an der japanischen See, wo wir natürlich auch auftauchen werden. Die Website auf die Ihr gelangt beim Anklicken ist zwar nur japanisch, aber trotzdem kann man durch eine schöne Aufmachung der Website etwas Einblick haben. Gefahren wird diesmal nicht wie die Bauern per Nachtbus, sondern per Superexpress Shinkansen (Nozomi), worauf ich mich schon sehr freue. Wer kennt dieses Bild nicht, was Japan so repräsentiert? Kirschbaum, Shinkansen und im Hintergrund Fuji! Schaut Euch die Website von Wikipedia zum Shinkansen an, die ist Klasse! Wenn Ihr "Nozomi" anklickt, kommt Ihr auf eine englische Seite von Wikipedia über den Nozomi, aber er ist auf der deutschen "Shinkansen"-Seite auch dabei!!

Nach meiner Rückkehr gibt´s sofort Fotos und danach werde ich auch alle bislang nicht reingestellten Fotos reinpacken.

03.08.2007
SPD will BAföG um zehn Prozent erhöhen

ddp - Donnerstag, 2. August, 18:31 Uhr

Berlin (ddp). Die SPD drängt auf eine zusätzliche BAföG-Erhöhung. Nach der Vorsitzenden des Bundestags-Bildungsausschusses, Ulla Burchardt (SPD), setzt sich nun auch SPD-Generalsekretär Hubertus Heil für eine zehnprozentige Anhebung der Ausbildungsförderung für Studenten im nächsten Jahr ein. Die von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) für den Haushalt 2008 angemeldete Erhöhung der Bedarfssätze um fünf Prozent reiche bei weitem nicht aus, sagte Heil am Donnerstag in Berlin. Damit würden nicht einmal die seit der letzten BAföG-Reform in 2002 gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgeglichen.

Heil betonte, das BAföG sei ein «zentrales Instrument, um auch Menschen aus sozial schwachen Familien das Studieren zu ermöglichen». Nach einer Studie des Deutschen Studentenwerks studierten 83 von 100 Akademikerkindern, aber nur 23 von 100 Kindern aus Nicht-Akademikerfamilien. Da Deutschland mehr Studenten brauche, müssten die finanziellen Hürden abgebaut werden, die einem Studium entgegenstünden. «Nur so können wir dafür sorgen, dass auch in Zukunft genügend hoch qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen."

Im vergangenen Jahr ist den Angaben zufolge die Zahl der Studienanfänger um vier Prozent gesunken. Derzeit liegt die Studienanfängerquote in Deutschland unter 40 Prozent und damit weit unter dem OECD-Durchschnitt.

Burchardt hatte zuvor in der «Berliner Zeitung» (Donnerstagausgabe) gefordert, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) und Schavan müssten sich bewegen. Steinbrück könne Geld aus den steigenden Steuereinnahmen zur Verfügung stellen. Einen Teil der zusätzlichen Erhöhung könne Schavan durch Umschichtungen in ihrem Etat finanzieren.

(ddp)

03.08.2007

Nudelsuppe zum Planschen in Japan

Tokio (dpa) - Manche Japaner lieben Nudelsuppen dermaßen, dass sie am liebsten darin baden würden. Seit dem Wochenende können sie sich in einem Erlebnisbad in Hakone am Fuße des heiligen Berges Fuji in Becken in Form von Nudelschüsseln legen.

Auch das Wasser sieht zumindest so aus wie die Schweinebrühe für die populären Ramen-Nudeln. Tatsächlich handelt es sich aber um reines Wasser mit Badesalz in Form von langen Nudeln. Die Gäste fühlten sich bei dem Geruch von Pfeffer trotzdem "nudelwohl": "Das Wasser enthält Eiweiß- und Knoblauchextrakte und sorgt für eine schöne Haut", erklärte Seiji Sanada, Mitarbeiter des Erlebnisbades "Hakone Kowakien Yunessan".

"Die meisten Gäste kamen, um später erzählen zu können, dass sie mal in einer Nudelsuppe gebadet haben. Aber als sie drin saßen, waren viele erstaunt, wie gut das Wasser tut und dass es auch gar nicht fettig ist wie es auf dem ersten Blick aussieht", erzählte Sanada vom Planungsteam nach der Eröffnung der drei Nudelbecken.

In der Badeanlage gibt es insgesamt mehr als 100 verschiedene Becken, darunter mit Wein, Kaffee und Curry. Zuvor hatte es auch Milch-, Champagner- und Schokoladenbecken gegeben. In die drei neuen Ramen-Nudelschüsseln können sich bis zu zehn Gäste setzen.

17.07.2007

Tokio (dpa) - Ein bei einem schweren Erdbeben am Montag in Japan beschädigtes Atomkraftwerk muss auf Weisung der Regierung in Tokio vorerst abgeschaltet bleiben.

Der Präsident des Atombetreibers Tokyo Electric Power Co. (TEPCO) wurde am Dienstag ins Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) zitiert. Wie japanische Medien berichteten, erhielt das Unternehmen die Anweisung, die nach Produktionskapazität weltgrößte Atomkraftanlage Kashiwazaki-Kariwa in der Provinz Niigata nicht eher wieder in Betrieb zu nehmen, bis die Sicherheit gewährleistet ist.

Am Vortag waren vier der sieben Reaktoren der Anlage nach dem Beben der Stärke 6,8 automatisch heruntergefahren worden. Jedoch fing ein Transformator außerhalb der Reaktorhallen kurz nach dem Beben Feuer, das erst zwei Stunden später gelöscht werden konnte. Es war der erste Brand in einem Atomkraftwerk in Folge eines Erdbebens. Am Abend gab der Betreiber TEPCO bekannt, dass Wasser mit radioaktivem Material aus einem der drei Reaktoren ausgetreten sei. Ein Teil des Wassers gelangte ins Meer. Die Konzentration an Radioaktivität habe aber unter der gesetzlichen Grenze gelegen, ab der ein Risiko für Gesundheit oder Umwelt bekannt gegeben wird, hieß es.

Unterdessen verbrachten 12 000 Menschen in der Erdbebenregion die Nacht in Notunterkünften. Die Zahl der Todesopfer stieg unterdessen auf neun. Rettungskräfte bargen am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) eine 71 Frau aus den Trümmern eines Kimono-Geschäftes in der am schwersten betroffenen Stadt Kashiwazaki. Doch im Krankenhaus konnte nur noch ihr Tod festgestellt werden. Mehr als 1000 Menschen in den betroffenen Provinzen Niigata und Nagano wurden verletzt.

Ich bekam davon rein gar nichts mit. Ich stand schön gemütlich um 11 Uhr früh auf, denn es war ja Feiertag. Dann schaltete ich schön meinen PC ein und als es auf den deutschen Websiten nicht viel Neues gab, schaute ich mal bei Yahoo im guten alten England vorbei. Dort staunte ich nicht schlecht, als erklärt wurde, dass es vor 45 Minuten ein Beben gab und dass man das Beben auch in Tôkyô gemerkt habe. Auch nicht schlecht. Man bekommt vom anderen Ende der Welt erzählt, dass soeben ein Beben stattgefunden hat ;)

17.07.2007

Auch, um unseren ägyptischen Freunden gerecht zu werden:

- Discovery Quest finanziert die Einrichtung des ersten archäologischen DNA-Testlabors in Ägypten -


Der Generalsekretär des Obersten Rats für die Altertümer Ägyptens, Dr. Zahi Hawass, gab heute auf einer internationalen Pressekonferenz im Ägyptischen Museum von Kairo bekannt, dass eine 3.500 Jahre alte Mumie jetzt zweifelsfrei als Hatschepsut, einer der wenigen weiblichen Pharaonen der Geschichte, identifiziert wurde. Mithilfe eines computertomographischen (CT) Scans und laufender DNA-Tests löste Dr. Hawass das Geheimnis über das Schicksal einer der mächtigsten und erfolgreichsten Herrscherinnen des alten Ägyptens. Dr. Hawass' Odyssee archäologischer und wissenschaftlicher Abenteuer wurden in Discovery Channels Dokumentarfilm SECRETS OF EGYPT'S LOST QUEEN festgehalten, der am Sonntag, den 15. Juli 2007 um 21.00 Uhr (ET/PT) erstmalig weltweit gezeigt wird.
Diese Forschungsreise führt Dr. Hawass und sein Team durch die gewaltigen Grabgewölbe unter der ägyptischen Erde und ins tiefste Innere des Ägyptischen Museums. Mithilfe von Fachkenntnissen über die Mumifizierung ägyptischer Könige und Hinweisen aus zwei bekannten Gräbern, die mit Hatschepsut in Verbindung stehen, grenzt das Team seine Suche auf nur vier Mumien unter Tausenden noch nicht identifizierter Leichname ein.
Mithilfe des CT-Scans gelingt es den Forschern, Übereinstimmungen zwischen körperlichen Merkmalen der vier Mumien und denen bekannter Angehöriger Hatschepsuts zu entdecken. Damit wird die Suche auf zwei mögliche Kandidaten eingegrenzt, beide aus dem Grab von Hatschepsuts Amme. Der endgültige Hinweis findet sich jedoch in einem Kanopengefäss, auf dem eine Inschrift mit dem Namen der Pharaonin zu lesen ist. Beim Scannen des Gefässes wird ein Zahn entdeckt, dessen Masse genau mit denen eines fehlenden Backenzahns im Unterkiefer einer der beiden Mumien übereinstimmen.
"SECRETS OF EGYPT'S LOST QUEEN lässt die Fernsehzuschauer Archäologie hautnah miterleben. Nur Discovery Channel kann diesen bedeutenden Augenblicken den richtigen Rahmen geben und seine Zuschauer dauerhaft an wissenschaftlichen Entdeckungen teilhaben lassen", sagte Jane Root, President und General Manager bei Discovery Channel und The Science Channel. "Wir sind stolz darauf, an diesem wichtigen Fund beteiligt zu sein und unsere Anerkennung gilt den ausserordentlichen Leistungen und dem Engagement von Dr. Hawass und seinem Team."
Mit der Hilfe des weltweit führenden Anbieters von Technologien für DNA-Analysen, Applied Biosystems, und von Discovery Quest, der Initiative zur Unterstützung wissenschaftlicher Gemeinschaftsarbeit, konnte die erste archäologische DNA-Testanlage im Ägyptischen Museum in Kairo eingerichtet und ausgestattet werden. Die DNA-Testanlage wird nicht nur dazu verwendet, um nukleare und mitochondrielle DNA der Mumie von Hatschepsut sowie der ihrer Angehörigen zu gewinnen und zu vergleichen, sondern wird den Wissenschaftlern auch bei der Untersuchung zukünftiger Funde in Ägypten und bei dem Versuch, die familiären Beziehungen zwischen den Königshäusern aufzuklären, dienlich sein. Mit dem Förderfond von Discovery Quest bestärkt Discovery Channel sein Engagement, die bahnbrechenden Entdeckungen und Erfindungen, die unsere Welt verändern, zu unterstützen.
"Durch Discovery Quest befindet sich Discovery Channel an der Spitze der bedeutendsten wissenschaftlichen Entdeckungen unserer Zeit", sagte Steve Burns, Executive Vice President von Discovery Quest und Chief Science Editor. "Das Ziel des Discovery Quest-Programms ist nicht nur, unsere Zuschauer an diesen Entdeckungen teilhaben zu lassen, sondern auch, wie wir hoffen, positiven und nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der wissenschaftlichen Forschung zu nehmen, indem wir wertvolle Ressourcen für Ausstattung und Forschungsreisen bereitstellen."
Durch die Ausrüstung von Siemens Medical Solutions war es den Wissenschaftler möglich, an jeder der Mumien detaillierte CT-Scans durchzuführen. Durch den Einsatz dieser Technologie in einem Projekt wie SECRETS OF EGYPT'S LOST QUEEN sind die Wissenschaftler in der Lage, in die Umhüllungen und brüchigen Körper einzudringen, ohne diese zu beschädigen.
Mächtiger sogar als Kleopatra oder Nofretete, brachte Hatschepsut ihren jungen Stiefsohn um den Thron, indem sie sich als Mann kleidete und in einem unerhörten Schachzug selbst zum Pharao ernannte. Obwohl ihr Einflussbereich ganz Ägypten umfasste, das während ihrer Herrschaft eine Blütezeit erlebte, wurde die Erinnerung an Hatschepsut systematisch aus der ägyptischen Geschichte gelöscht. Historische Quellen und Belege wurden vernichtet, Denkmäler zerstört und ihr Leichnam aus ihrem Grab entfernt. Ihr Tod bleibt bis heute ein Mysterium.
SECRETS OF EGYPT'S LOST QUEEN wurde für Discovery Channel von Brando Quilici Productions produziert. Brando Quilici ist Executive Producer für Brando Quilici Productions. Allan Butler ist Executive Producer für Discovery Channel.
    Weltweite Premieretermine für SECRETS OF EGYPT'S LOST QUEEN:
    USA                      15. Juli um 9:00 PM (ET/PT)
    Asien                    15. Juli um 9:00 PM
    Australien/Neuseeland    15. Juli um 7:30 PM
    Lateinamerika            15. Juli um 9:00 PM (Ortszeit Brasilia,
                             Buenos Aires, Caracas, Mexiko-Stadt, Miami und
                             Santiago)/8 PM (Ortszeit Bogota)
    Grossbritannien          17. Juli um 8:00 PM
    Taiwan                   22. Juli um 9:00 PM
    Indien                   19. August
    Italien                  20. Oktober um 9:00 PM
    Japan                    August (Termin noch offen)
    China                    August (Termin noch offen)
    Europa/Mittlerer Osten   Herbst 2007
Informationen zu Discovery Communications
Discovery Communications ist mit mehr als 1,5 Milliarden Abonnenten in über 170 Ländern die Nummer Eins unter den Non-Fiction-Medienunternehmen. Zu den mehr als 100 weltweit über das Fernsehen und digitale Medien verbreiteten Sendern des Unternehmens zählen Discovery Channel, TLC, Animal Planet, The Science Channel, Discovery Health und Discovery HD Theater. Discovery Communications befindet sich im Besitz der Discovery Holding Co. (Nasdaq: DISCA, DISCB), Advance/Newhouse Communications und John S. Hendricks, dem Gründer und Vorsitzenden von Discovery. Weitere Informationen finden Sie unter: www.discovery.com.
Fotos und weitere Informationen erhalten Sie, indem Sie sich auf der folgenden Webseite anmelden: http://press.discovery.com
    Webseite: http://www.discovery.com
              http://press.discovery.com

05.07.2007

Rubrik "specials" eröffnet. Reinsehen!!

07.06.2007

Waseda gewinnt zweites Sôkeisen gegen Keio mit 9:5 und ist damit Champion des 6-Uni-Turniers. Riesenfeier und erneut WM-Atmosphäre in Tôkyô! Unser Hankachiôji war auch mit dabei und hat ein glänzendes Spiel gemacht.

16:01 Uhr

Bilder vom Sôkeisen online.

03.06.2007

Ach ja und gestern gab´s ein Fussballspiel Japan - Montenegro. Es wurde im Fernsehen übertragen und ich hatte mich schon sehr gefreut auf ein spannendes Spiel. Im Spiel dann erfuhr ich dass das Team (was eigentlich immer Serbien-Montenegro hieß) vor einigen Tagen geteilt wurde und somit die guten Spieler nun für Serbien spielen und Montenegro in etwa ein Team vergleichbar mit dem SV Babelsberg05 besitzt. Das Resultat lautete 2:0 für Japan mit einem Erkenntnisgewinn über die Stärke der Japaner gleich null. Am kommenden Dienstag wissen wir mehr, da wird gegen Kolumbien gespielt.

Und im August kommt der F.C. Barcelona nach Yokohama. Wäre das nicht gelacht, wenn wir da keine Karten bekämen?!? :)

 

Bilder von der Kirschblüte (sakura) sind endlich online!! Es sind ziemlich viele geworden, aber ich konnte einfach keine streichen von dieser schönen, wenn auch leider etwas verregneten Zeit Mitte April diesen Jahres. Bitte habt auch etwas Geduld beim Laden der Fotos, ich habe sie absichtlich dieses Mal ein klein wenig größer reingestellt, damit auch die Feinheiten besser herauskommen (with respect to mother nature ;)

 

Resumé des Sôkeisen hier.

02.06.2007

Heute langerwartetes Baseball-Spiel Waseda Uni gegen Keio-Uni, das Sôkeisen! Sôkeisen oder 早慶戦 bedeutet dabei nichts weiter als die Anfangszeichen der beiden Unis und angeschlossenem Zeichen für Wettkampf. Glücklicherweise haben wir auch Karten erhalten und können (oder müssen) den ganzen Tag den Waseda-Song mitsingen!! Das Spiel ist eines der wichtigsten Baseballspiele auf universitärer Ebene im ganzen Land. Mit dabei ist Saitô Yûki,der Taschentuchprinz. Er ist bekannt, weil er der einzige Baseballspieler ist, der während des Spiels seine Stirn mit einem Taschentuch abtrocknet. Heute werden wir auch wieder die Schlachtrufe sehen, auf die ich schon früher eingegangen bin!! Auf geht´s!

02.06.2007

"Fussball in Japan" online!

23.05.2007

Unverhoffte Urlaubszeit in Japan. Hahaha also jetzt aber mal ehrlich. Jetzt wundern sich doch bestimmt einige, wie ich dazu komme, mitten im Semester die Zeit zum Schreiben zu finden. Die Antwort lautet: ich mich auch! Manchmal sind die Japaner dermaßen lustig, dass sie an die klischeeartige Andersartigkeit, an die in Europa geglaubt und die von den Universitäten doch so heruntergespielt wird, tatsächlich sehr nahe rankommen. Da treibt man kraftlos von einem Tag zum nächsten, gefangen im Delirium des Studierens, kaum Zeit findend weder zum Furzen (Zitat eines Kollegen aus Australien) noch zum Schreiben für die Homepage und bereitet sich das ganze letzte Wochenende ausschließlich auf die nächste Woche vor, das heißt wirklich nur Lernen, um überhaupt seine Hausaufgaben für die nächste Woche einigermaßen zu schaffen. Dann geht man völlig betröppelt nach seinem harten Wochenende in seine Uni, um dort auch noch die härteste Prüfung bisher zu schreiben und was kommt? Mitten im Test wird man des Feldes verwiesen! Da habe ich mich versucht, auf meine Prüfung zu konzentrieren, weil die ganze Zeit eh immer irgendwer seinen Rand nicht halten konnte und hab gar nicht mehr auf das, was geredet wurde gehört. Plötzlich jubeln alle. Ich wollt mich schon aufregen, ob die vielleicht mal in der Prüfung still sein könnten (typisch deutsche Eigenart ;), stelle aber dabei fest, dass die wirklich alle jubeln und die Lehrerin wie wild mit blauen Zetteln rumfuchtelt. Als ich dann meine Ohren auf "Zugang von außen" geschaltet habe, wusste ich aber immer noch nicht worum es ging. Mit der Zeit begriff ich es aber dann doch: Wir wurden eine ganze Woche heimgeschickt, weil derzeit an den Unis die Masern grassieren und meine Superuni ist eine ganze Woche zu. Ihr werdet Euch fragen, warum ich da so überrascht bin. Nun, erstens ist es der krasse Gegensatz von "nur Lernen" zu "wirklich schlagartig eine ganze Woche frei und zwar ab sofort". Zweitens hatte ich persönlich den Fall noch nie, wirklich unvorbereitet so lange frei zu haben. Da weiß man erstmal gar nicht, was man machen soll. Also wenn man drüber nachdenkt isses schon ziemlich lustig...

Und so kommt es, dass ich diese Woche wohl mindestens ein paar mehr Einträge schreiben kann als ich es sonst geschafft hätte. Um das Ganze bissl spannend zu halten werde ich morgen dann mal bissl berichten über Tokyo und das was ich bisher mitbekommen habe, wie´s uns geht uswusf. Freut Euch, bis morgen.

PS: Danke für die vielen Zuschriften, ich habe alle bekommen und werde auch bald alle beantworten. Man braucht in Japan bissl Geduld, die bösen Leute hier geben einem keine Zeit für sich... ;)

21.05.2007

Wieder eine Woche im Tal der Ahnungslosen vorüber. Mittlerweile sind wir hier ganz gut eingelebt, man kann sogar sagen, dass man dem Status vom Ottmar Hitzfeld fast ebenbürtig ist, was soviel heißt wie "man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr". Es gibt dermaßen viel Hausaufgaben, dass es eigentlich Wurst wäre, wenn man irgendwo anders auf der Welt wäre und dort lernt (zB in Sibirien oder im Irak - sucht Euch was aus! ;) Das Gute daran ist, dass es echt was bringt. Die Ausbildung hier ist wirklich Spitze, zwar wie im Militär (vom Arbeitsaufwand her gesehen!), aber das ist in Japan wahrschweinlich generell so. Klischee: Arbeitervolk! Unser guter Unikamerad Joske meinte, dass es die beste Ausbildung der japanischen Sprache in ganz Japan wäre. Dem pflichte ich bei und wenn das stimmt, könnte man auf die Idee kommen, dass es dann vielleicht sogar die beste der Welt ist. Das klingt jetzt vielleicht komisch, liebe Kinder, ist aber so! Jedenfalls sind die Lehrer meist super (bis auf Grammatik) und das ist schon toll.

Golden Week in Japan. Es ist soweit, sie hat begonnen, die Zeit der meist zusammenhängenden Urlaubstage in Japan, 1 ganze Woche! Eigentlich hatten wir vor nach Aomori ganz im Norden zu fahren, da aber hier die Arbeiter mehr Urlaub haben als die Studenten mussten wir unsere Pläne kürzen und haben nur noch drei Tage Zeit, da Dienstag und Mittwoch die Waseda zum Rapport gerufen hatte. Nun also machen wir uns auf in die Präfektur Miyagi, wo wir auf einer kleinen Insel zumindest eine Nacht ein schönes Hotel beziehen und schönen frischen Fisch essen, solange im Meer noch welche Leben. Die anderen Tage sind auch geplant, aber ich hab noch keine Ahnung, wo und wann, weil ich das alles meine Sekretäre machen lassen habe. Die Region, in die wir fahren, habe ich grün unterlegt. Nur zur Orientierung.

Ich werd natürlich soweit möglich nach der Reise ausführlich berichten und Fotos präsentieren. Am 10.Mai bekommen wir ein neues Internetsystem installiert, dann sollte es besser laufen als jetzt. Mal sehen. Dann kommen auch Nachrichten aus den Fussballstadien, wo ich einiges erlebt habe und auch schöne Fotos von der Kirschblütenzeit im April in Tôkyô. Habt bissl Geduld und macht Euch ne schöne Arbeitswoche ;)

03.05.2007
Sektion "Bier" erweitert!!
14.04.2007

Freitag der 13. in Japan

endlich wieder mal ein richtiger Freitag der 13.!! Ich meine einer, der auch dem gleichnamigen Horrorfilm in nichts nachsteht.

Aber eins nach dem anderen. Nachdem ja diese Woche Orientierungswoche innerhalb der Klassen stattgefunden hatte, das heißt, man konnte ziemlich frei in jedem Unterricht der Wahl sitzen und genießen, wie wenig man versteht, nach dieser Woche also beginnt der Unterricht mit festen Klassen nächste Woche. Diese Woche hatte man je 40 Minuten vom regulären 90-minütigen Unterricht, dann 10 Minuten Pause in denen man sich dann die Erklärung von Kursen, die parallel stattfanden, anhören konnte. So weit so gut. Meine Tage schauen so aus, dass täglich ab 10:40 Uhr 90 Minuten lang Konversationsunterricht stattfindet, in dem man selbstverständlich auch Referate halten und Arbeiten schreiben muss. Danach gibt es dann täglich Themenkurse, also Hören, Schreiben, Sprechen, Lesen und Grammatik. Dazu kann man dann noch Sonderkurse belegen, wie zB "Zeitung lesen" oder "seine eigene Lebensgeschichte" schreiben. Schön. Die ersten Tage waren zwar wahnsinnig ermüdend, man konnte aber (bei mir im Level 5) einigermaßen verstehen, worum es ging. Man muss dazu sagen, dass man zB auch als Mensch, der im 5.Level eingetragen ist, im Schreibkurs in den 4.gehen kann. Darüber habe ich in den ersten Tagen schon bisschen gegrübelt. Als ich aber in den "Lebensgeschichte-Schreibkurs" ging, der für Level 4-5er Leute angesetzt ist und merkte, dass das Nivea gleich ziemlich abgesackt ist, hatte ich mich entschieden überall im 5er zu bleiben. Nur, dass es nicht langweilig wird. Wie gesagt, man konnte bis jetzt genügend verstehen, um den Eindruck zu haben, man kann es schaffen.

Bis dann der Freitag der 13. kam. Ich ging so mir nichts dir nichts morgens um dreiviertel elf in Japan mit meinem Knoppers in der Hand in den Konversationsunterricht und kam dort auch frohen Mutes wieder heraus, mit Blick aufs Wochenende, was zwei Stunden später beginnen sollte. Es blieb ja nur noch der Grammatikunterricht. Und da ich Grammatik mag, weil sie generell sehr nützlich ist, erwartete ich nichts, aß wunderschön mein Mittag und setzte mich in den Kurs. Wohlgemerkt den des 5. Levels (5A). Irgendwie hatte ich aber schon das Gefühl, über die Mittagszeit meinen Verständnissinn komplett verloren zu haben. Ich kam mir vor wie Bill Murray in Lost in Translation (wer den Film nicht kennt, ansehen, der ist Klasse!). Da vorn stand eine Omi, die drauflosplapperte als hätten wir in unserem nie eine andere Sprache benutzt als japanisch. Ich dachte, naja, kann ja vorkommen. Noch bevor ich den Gedanken zu Ende gedacht hatte, hörte ich meinen Namen. Ich sah nach oben und alle schauten mich an. Was auch noch ging, da man sich hier in Japan sehr leicht mit hochrotem Kopf und offenbarter Nervosität aus der Affäre ziehen kann, da die dann denken, man müsse noch überlegen. Kaum geschehen, lag ein Blatt vor mir, was nichts anderes war als ein weiterer Einstufungstest..... . . . . ...... bei dem ich rein gar nichts verstand. Ich ging völlig betäubt aus dem Kurs weder wissend wo links oder rechts noch begreifend, wo ich mich gerade befand und was geschehen war. Ich denke, so muss es sich anfühlen bei einer Niederlage in einem vermeintlich leichten Boxkampf, bei dem man durch den ersten Schlag des Gegner zu Boden geht und einem dadurch Hören und Sehen vergeht. Im zweiten Grammatikkurs des Tages (5B) wars nicht sehr viel anders, nur eben kein technisches K.O., sondern eher Niederlage nach Punkten. Also entschloss ich mich, es war ja Orientierungswoche, mich mal eben in den 4B -Kurs zu setzen. Dort wars wiederum wie im 3.Semester in München. Klar, Sachen, die man eineinhalb Jahre vorher gelernt und nie benutzt hat, kann man nicht ganz ohne Fehler wiedergeben, aber es war halt Stoff, den man "irgendwoher doch schon kannte". Nun gibt es zwei Möglichkeiten.

1. Mich ein Vierteljahr langweilen und auf Stoff rumreiten, den man eh schon hatte. Dies aber genüsslich.

2. Mich jede Woche in Full-Metal-Jacket-Manier in die Höhle des Löwen zu begeben und zu hoffen, irgendwie durch diese scheiß Prüfungen zu kommen und noch dazu wenigstens zu verstehen, worum es geht. Wenigstens wenn man gefragt wird.

Wenn ich mir nachträglich noch was zu Ostern wünschen dürfte, es wär ne Tüte voll Grammatik und Hörverständnis. In diesem Sinne, schönes Wochenende nach Deutschland, wo ja derzeit besseres Wetter ist als in Japan!!

13.04.2007

Nachdem nun wieder mal eine Woche lang so gut wie kein Internet verfügbar war in unserem schönen Hause in Tôkyô, stelle ich wieder mal was rein, das ich schon offline während der Woche verfasst habe (siehe 10.04.2007). Morgen ist der letzte Tag der Orientierungsphase der Unterrichtseinheiten, d.h. ab nächste Woche dann dauert der Unterricht 90 Minuten und nicht mehr wie jetzt nur 40. Bis morgen dann muss man sich für eine Stufe entschieden haben. Ich wie gesagt in Stufe 5 gesetzt worden. Zwar könnte ich ohne Probleme nach unten wechseln, weil teilweise der Unterricht schon ziemlich hohes Niveau erreicht. Aber ich denke mal wieder, dass sich durch harten Kampf wohl das meiste erreichen lässt. Gestern waren wir in Chiba zum Spiel im Nabisco-Cup zwischen JEF Chiba und Gamba Ôsaka, meinem Liebleingsteam. Diesem Event muss ich aber eine extra Rubrik widmen, was ich wohl am Wochenende verfassen werde (wann ich´s dann reinstellen kann, hängt von mir nicht ab), weil das in jeder Hinsicht der absolute Knaller war. So, unser Internet sollte eigentlich nächste Woche dann verbessert/aufgerüstet werden. Mal sehen ob es so kommt. Reichlich Druck habe ich ganz nach Kasai-Manier (unser Dozent an der LMU, der bei uns als harter Kunde bekannt ist) schon gemacht. Mehr gibt´s von mir heute nicht. Muss mich ausruhen, weil ich mir dank des wahsninnig wechselhaften Wetters in Japan schon mal vorsorglich ne Erkältung geholt habe. Besser früher als zu spät! Bis dann und schafft mal wieder was dort drüben, nicht immer nur Feiertage ;)

12.04.2007

Rubrik "life in Japan" erweitert um eine Story. In der nächsten Zeit werde ich versuchen, etwas über das zu berichten, was man hier essen und drinken kann. Zu finden hier.

10.04.2007

Kulturschocks noch und nöcher

Die letzten Tage waren in der Tat fast schon mehr als aufregend. Zuerst waren wir am letzten Wochenende in Chiba, einem "Vorort" von Tôkyô, dem ich bei Gelegenheit noch einen eigenen Abschnitt widmen werde. Man kommt sich sofort vor, als hätte man das gewohnte Japan verlassen - durch lediglich eine halbe Stunde Zugfahrt. Die Straßen sind wie in einem Urlaubsressort. Auch gibt es oberhalb der Erde keine Stromleitungen. Einkaufszentren dort erinnern an eine Hafenpromenade in der Karibik. Man findet Parks, große Plätze, die es ja den Klischees nach in Japan eigentlich gar nicht geben sollte. Wie gesagt, mehr dazu ein anderes Mal.

Vorgestern hatte ich den Einstufungstest an der Waseda. Da ist mir gleich Hören und Sehen auf einmal vergangen und ich habe wirklich schon ernsthaft an der ganzen Sache gezweifelt. Man hatte 6 Seiten, davon 4 mit Einsetzübungen, wo "lediglich" ein Partikel in einen Satz einzubringen war. Natürlich mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Und genauso schnell wie ich die ersten Sachen reinschreiben konnte ging es Sätzeweise mit der Sicherheit darüber, was rein muss und dem Verständnis der Sätze rapide bergab. Schon vor der Mitte der ersten 4 Seiten habe ich nur noch Lotto gespielt. Hinten dann kamen kleine Gespräche, die gingen wieder. Und dann der Hammer: In 20 Minuten einen Aufsatz mit 400-600 über Computer. Da stand mir das Wasser schon bis Oberkante Unterlippe. Die ganzen Koreaner um mich herum haben drauflos geschrieben als gebe es keinen morgigen Tag. Ich fand mich nach der Zeit vielleicht gragd mal bei Zeichen 200 wieder als es hieß "abgeben". Boah, ich dachte, nachdem was ich da zamgewurschtelt habe, dass ich gleich wieder ganz von vorne anfangen kann. Der Tag war somit hinüber.

Gestern gab es dann den gleichen Schock, nur andersherum. Da war Ergebnisverkündung. Gleich eins vorweg. Es gibt an der Waseda 8 Stufen, wobei 7 und 8 Expertenstufen sind und freilich 1 und 2 Anfänger. Ich fand mich dann in Stufe 5 wieder, was ich mal ehrlich nicht erwartet hätte. Voller Freude spazierte ich in den nächsten Raum mit den anderen der Stufe 5 und 6 (jeweils so ca. 10 Leute), um dort erklärt zu bekommen, wie man sich den Stundenplan organisiert. Und dann kams. Ich saß drin, alle um mich herum nickten permanent. Bloß ich verstand eigentlich nicht sonderlich worum es ging. Naja, ist natürlich bissl übertrieben. Aber ich muss dann heut noch mal schauen, wie ich das Zeug auf die Reihe bringe.

Heute ist der erste schöne Tag seit ca. einer Woche. Wobei es aber schon noch kalt ist. Bin heute bei dem tollen Wetter mal reingefahren (weil heut frei ist) und habe ein Bankkonto aufgemacht bei einer japanischen Bank. Nun ist es in Japan so, dass man (ob es daran liegt, dass man Ausländer ist oder nicht, weiß ich nicht) eigentlich einen Stempel braucht, um ein Bankkonto zu eröffnen bzw. um alle Leistungen abrufen zu können. Den ich aber nicht haben will, weil ich die 20 Euro lieber ins Fussballstadion bringe. Also bin ich hin mit einem bereits nach der Anleitung der Waseda aufgefüllten Formular. Leider aber hatte ich mich da bei einem Buchstaben verschrieben, weshalb ich das ganze nochmal ausfüllen musste. Da es hieß, ich kann alles abschreiben, bis auf den Fehler hab ich das gemacht. Mitten im Schreiben war mein Papier weg. Und ein leeres lag erneut vor mir. Was war passiert? Ah ja, ich hatte das gestrige Datum eingeschrieben. Also auf ein neues. Hätte man übrigens einen Stempel gehabt, hätte man das nicht machen müssen! An was erinnert mich das? Richtig! An ein begangenes Schwerverbrechen in Thailand, das man dann bei den dortigen Behörden mit allen Schikanen ausbaden muss. Oder? Naja, auch bissl an die glorreiche Zeit vom Erich :)

Als ich die Torturen geschafft hatte dachte ich, laufe ich bissl über den Campus der Waseda, wo diese Woche Veranstaltungen für die sogenannten "circles" stattfinden. Das sind typisch japanische (positiv gemeint) Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. So wie früher die FDJ. Ne im ernst. Da kann man sich ganz nach Belieben einen "club" heraussuchen und dort teilnehmen. Das Angebot reicht von Sport über Musik, Kochen, dumm tun, bis hin zu FUSSBALL! Jawoll! Eigentlich war ich auf der Suche nach einer kleinen Möglichkeit irgendwo bissl mit herumkicken zu können. Aber das scheint schwierig. Ich habe mich dann entschieden für einen club, in dem man einfach Fussball liebt, sich gemeinsam in einem Pub spiele aus aller Welt ansieht oder auch ins Stadion in Japan fährt, was ich sehr großartig finde! Das sind dann schon großartige Möglichkeiten zu Japanern Kontakt zu finden. Als ich dort feritig war, hörte ich im Hintergrund Musik, die mich stark an die des religiösen Madonna-Festes erninnerte, das jedes Jahr im Dezember in Mexico stattfindet. Ich machte mich in deren Richtung auf und fand mich auf einem Platz wieder, der dem ur-mexikanischsten Dorf (San Juan Chamula) auf meiner Reise dort damals 1998 in keinster Weise nachstand, nur mal die Stimmung betrachtet! Informiert Euch mal kurz hier, ich denk die Seite kann das bissl rüberbringen: http://www.mexiko-travelnews.de/frs.html?http://www.mexiko-travelnews.de/kultur/archaeologie/index9.html

Da war ich nun also, mitten in einer Stimmung, die an eine Zeit der Kolonialisierung der Indianer erinnerte, nur dass man nicht mehr, wie in San Chuan Chamula Bärenfelle umgeworfen hat und Barfuss rumrennt. Man muss wissen, dass dieses Jahr allen Grund zum Feiern bietet, da die Waseda 125 jähriges Jubiläum hat. An besagtem Platz jedenfalls war eine Absperrung mit einer Musikgruppe, Cheerleader und Announcers (Sprechern) in der Mitte und einem Trommler, der auf eine riesige Trommel einschlug wie beim Schweineschlachten, rumringt von Waseda-Mitgliedern. Anfangs wars recht lustige Stimmung, man hörte den Reden des Announcers zu, nach denen jedesmal Waseda! Waseda! Waseda! zur kolonialistischen Musik gesungen wurde. Der Announcer am Mikrofon machte den Eindruck, als ob es gerade darum ginge, Leute für einen Einsatz in Afghanistan zu rekrutieren und die anderen beiden sahen aus wie der Führer persönlich. So richtig schön schwarz angezogen, mit Waseda-Binde am linken Arm und einer Haltung, die schon sehr an vergangene Zeiten erinnerte. Nur der Bart fehlte ;) Hatte ich diesen Gedanken kaum als Schmarrn abgestempelt, begannen die Gesänge etwas ernsthafter zu werden und plötzlich tanzte man nicht mehr zu den Waseda!-Gesängen, sondern stand steif da und rief den Namen unserer Uni. Ich blieb stehen. Aus den Rufen wurden Chöre und plötzlich begann man, parallel zu den Waseda!-Rufen die rechten Fäuste gen Himmel zu strecken. Mal ganz ehrlich: Für einen, der nicht mehr gescheit hört hätte es keinen Unterschied gemacht, ob man "Waseda" oder "Sieg Heil" gerufen hätte. Naja, dachte ich mir, kann ja mal passieren. Zum Schluss nun also gingen dann die gestreckten Hände zurück zum Bauch, um sich dann andeutungsweise den Bauch aufzuschlitzen (vgl. "Harakiri" oder "seppuku"). Da ich leider die Reden nicht verstanden habe kann ich nur darauf schließen, dass es sich entweder um ein Schauspiel vergangener Zeiten gehandelt hat oder angedeutet werden solle, für seine Uni ewig einzustehen. War aber schon eine seltsame, wenngleich lustige oder interessante Erfahrung. Mir jedenfalls hat es gefallen, da ich sowieso emotionale Begeisterung für eine Sache sehr mag. Ich denke, das Jahr hier könnte sehr lustig werden. Leider hatte ich gerade heute meine Kamera nicht dabei, sodass ich das Schauspiel nicht filmen konnte. Ich denke aber, es wird noch mehr solche Gelegenheiten geben. Habe aber ein Bild gefunden, wo einer der, ich sag mal "Führungs-Leute" schon mal aufgetreten ist, nur dass Ihr Euch ein Bild machen könnt. Man beachte das rechte untere Bild!

Und beim Suchen habe ich noch was gefunden! Eine Seite, auf der zwar alles nur japanisch ist, aber ich denke, die Bilder sprechen für sich! Schaut sie Euch genau an. Bild 1 zeigt einen Countdown-Zähler, wie viele Tage dieses besondere Jahr noch hat. Die unteren dann die Umgebung der Waseda und weitere ein voriges Fest!! Entweder klickt Ihr hier oder auf das "125 Jahre-Waseda-Banner" auf meiner Index-Seite. Viel Spaß!

https://waseda-mnc.office.drecom.jp/waseda125/

Na dann schöne Ostern Euch allen und ich übe hier schon mal meinen Song! Waseda! Wasedaaaaaaaaaa!!............

05.04.2007

Gefangen in der Informationsflut

Der erste Tag der Orientierungsphase ist vorüber und der Körper fühlt sich an als sei ich einen 15-Kilometer-Marathon gelaufen. Es hat alles super funktioniert. Es gab ein Spiel, bei dem man sich kennen lernen sollte. Dabei wurden Gruppen zu jeweils ca. 10 Leuten gebildet und man sollte sich möglichst die Namen und Herkunftsländer aller Gruppenmitglieder merken. Nach 7 Minuten wurde einer gewählt aus jeder Gruppe, der dann zeigen durfte, was er kann. Logischerweise hat es mich wieder mal als ersten erwischt, der durch ein Mikro alles runterbeten durfte, was schon ziemlich aufregend war, vor hundert Leuten das erste Mal völlig unvorbereitet durchs Mikro zu reden. Aber es hat gut hingehauen. Meine Gruppe hat den 2.Platz belegt und wir haben ein Waseda-Handtuch bekommen, das dann bald unser Zimmer schmücken wird, sobald ich ein paar Pin-Nadeln auftreiben kann...

Also die Kommilitonen sind vornehmlich aus Korea, China und anderen kommunistischen Staaten ;). So wie ich das sehe sind aus Europa, mich eingeschlossen, hmmmm... lasst mich mal rechnen...... ja ich denk 3 Leute! Ein Deutscher aus Lübeck und ein Ire (!) sind auch dabei. Der Rest kommt so aus Neuseeland, Australien und ein oder zwei Amis sind auch dabei...

Jedenfalls macht das zuhören auf eine Sprache im Ausland den ganzen Tag schon müde, was ich aber nicht jetzt erst erkannt habe.

Jedenfalls ist unsere Wohnung sehr schön. Hab mich schon gut eingelebt. Wir wohnen im japanischen Stil, ohne Betten, mit Futon am Boden wird geschlafen auf Tatamimatten, die aber in puncto Gemütlichkeit einem Bett in NICHTS nachstehen!! Wir haben ja eine voll möblierte Wohnung, die man sich so vorstellen kann wie ein Apartment im Urlaub. Alles ist ganz sauber und ziemlich neu. Das einzige ist leider, dass es bissl umständlich, ist zur Waseda zu kommen. Entweder nehm ich die U-Bahn direkt vor unserer Haustür (was sehr sehr bequem im Vgl. zu München ist), muss dann aber 3 mal umsteigen und da das immer andere Gesellschaften sind kostet das dann am Tag ca. 6 Euro. Oder ich fahr mit ner anderen Bahn die direkt zur Waseda fährt, muss dann aber einfach ca. 25 Minuten zu Fuss dorthin gehen. Es scheint wohl auch Studententickets zu geben. Das werd ich dann wohl die nächsten Tage in der Orientierungsphase erfahren. Übrigens, wenn man ein Fahrrad haben will, muss man das registrieren. Und man kann das nicht so einfach irgendwo abstellen, sondern muss am Bahnhof einen "Parkplatz für Fahrräder" mieten. Das kostet denk ich 10 Euro im Monat, werd ich aber vielleicht machen, weils sich dann immer noch lohnt im Vergleich zur ersten Möglichkeit. Jaja, die Platzprobleme....

Gestern abend waren wir mal in Shinjuku einkaufen. Das war eine sehr tolle Angelegenheit!! Die riesigen Hochhäuser hell erleuchtet auf dem Boulevard dort - schon sehr schön! Ich hab schon gemerkt, das ging mir in München schon ab! Ein Hochhaus darf in ner Stadt schon auch mal sein. Das sind übrigens die gleichen Hochhäuser, die auf den Bildern von unserer Wohnung aus zu sehen sind. Das ist Shinjuku!

Der Waseda-Campus ist im Übrigen ziemlich verstreut über die gesamte Waseda-Region, was im Grunde genommen ein Stadtteil von Tôkyô ist. Die Gedenkhalle an den Gründer Ôkuma Shigenobu (die auch oben auf der Homepage zu sehen ist) hab ich auch gesehen. Bin dann mal gespannt, wie der Unterricht so ist und die Lehrer an der Waseda. Aber die Sprachklassen scheinen ziemlich klein zu sein, was ein riesiger Vorteil wäre.....

Die ersten Bilder aus Tôkyô sind ab heute unter "cities" in der Rubrik "photographs" zu sehen. Die Kollektion wird aber ständig erweitert!

28.03.2007

Bis jetzt war das Leben in Tôkyô ziemlich hektisch. Eingeschlossen der Tatsache, dass das Internet in unserer Wohnung nicht gleich funktioniert hat und ich wieder 4 Tage ohne sein musste... Morgen ist der große Tag. Es beginnt die Orientierungsphase an der Waseda. Am ersten Tag scheint es aber noch nicht allzu gewaltig zu werden. Da wird wohl nur bisschen erklärt und es gibt ein Willkommens-Lunch. Mal sehen, bin schon sehr gespannt auf meine schöne Uni. Morgen dann gibts einen ausführlichen Bericht und die ersten Bilder aus Tôkyô! Freut Euch drauf, bis morgen.

27.03.2007

Habe mir heute mal die Mühe gemacht, in Geschäften nach europäischen Produkten Ausschau zu halten. Es gibt da schon so einiges. Nescafe, Contrex-Wasser (Nestle) ist auch dabei. Kosten liegen dafür rund 30% bis 100% über den unseren. Lufterfrischer gibt es so gut wie nur aus Europa. Lustig ist die Tatsache, dass Produkte von Beiersdorf (Labello, Nivea) sehr beliebt zu sein scheinen. Überrascht hat mich, dass ich einfache Florena Handcreme, die bei uns ca. 1,3 Euro kostet für umgerechnet knapp 7 Euro gefunden habe! Die verkaufen in Japan tatsächlich ein ehemaliges Ostprodukt um 500%! teurer als bei uns, die guten Leute von Beiersdorf. Wer hat eine Idee, da kann man doch noch mehr Geschäft machen... ;)

Heute abend spielt Japan gegen Peru Fussball. Bin mal gespannt, wie der neue Trainer so ist. Ansonsten läuft hier den ganzen Tag Baseball im Fernsehen, was ich mittlerweile so ziemlich den dümmsten Sport finde, den es gibt. Vielleicht ändert sich das ja...

24.03.2007

Heute haben wir uns ein Handy gekauft, das wir morgen bekommen. Natürlich ein wunderschönes Panasonic, das ist ja eh die beste Marke ;)

Lustigerweise hat das total neue und aktuelle Gerät nur 1 Yen (0,6 Cent) gekostet. Dafür will man aber in Japan (wenn beide Partner ein Handy kaufen) für jedes Ladekabel 7 Euro haben. Wie bereits erwähnt gibt es am Markt nicht viel neues, man kehrt teilweise sogar zum alten Design zurück. Unser Panasonic ist eher eckig als rund (die runden sehen ja aus wie der alte Mazda 121 (das Ei!). Schauts Euch an:

http://panasonic.jp/mobile/w51p/index.html

http://panasonic.jp/mobile/w51p/design/index.html

http://panasonic.jp/mobile/w51p/onepush/index.html

Die Einzige Neuerung hat Sharp, das sieht total super aus, man kann das Display um 90 Grad drehen und dann fernsehen. Da sehe ich aber keine Zukunft, denn mit Antenne fernsehen hat schon in den 60ern nicht ruckelfrei funktioniert.

Ansonsten wollt ich noch mal rückblickend anmerken, dass ein Umzug ins Ausland meiner Meinung nach mit einem viel höheren Aufwand verbunden ist, als ich dachte, auch wenn er nur für ein Jahr ist. Der ganze Papierkram ist dann nochmal doppelt so hoch.

Allgemein fällt mir auf, dass die Hersteller scheinbar nicht wissen, in welche Richtung es als nächstes geht, und zwar in so ziemlich allen aktuellen Bereichen der letzten Jahre. Auch im Bereich Laptop zB kann ich nicht viel Neues erkennen. Einzig Sony, die einen fernseher-ähnlichen Bildschirm haben, vor dem eine coole Tastatur liegt. Den Rechner selbst hab ich nicht gesehen.

Das Geschäft muss man aber schon einmal gesehen haben in Ôsaka, da ist auf 8 Etagen in riesigen Gängen Technik pur zu Hause. Vielleicht mach ich morgen mal paar Bilder wenn ich das Handy abhole...

Also soweit erstmal keine neuen Trends aus Japan. Der einzige Trend bis jetzt ist, dass so ziemlich alle "Labellos" (also die Dinger ohne Farbe, die den Lippen helfen sollen) mit Minzgeschmack versehen sind.

23.03.2007

Nach einer turbulenten Woche melde ich mich zurück aus Osaka. Der Flug mit AF war überraschend glatt von statten gegangen. Sogar den sehr knapp (nur 1 Stunde!!) kalkulierten Transit vom Anschlussflug zum Osakaflug haben die Franzosen bestens vollführt. Soweit kann man AF eigentlich doch empfehlen. Der Service an Board war aber auf jeden Fall bei KLM besser. Nach dem Essen, das es so ziemlich bald nach Start gab, konnte man sich dann die meiste übrige Zeit des Fluges selbst versorgen. Was zwar gut ist, aber ein kleines bissl mehr Abwechslung hätte schon sein dürfen. Vor allem war der Flug diesmal sehr zermürbend, weil alle Filme, die zur Auswahl standen, milde gesagt total uninteressant waren. Naja, man hatte ja seinen PC mit, der ja mit Akku funktioniert und weil das Ding von Sony ist, konnte man eine geschlagene Stunde sogar Fussball an Board spielen :/

Seit der Ankunft in Ôsaka hat sich eigentlich nicht allzu viel getan. Alle waren sehr froh uns wieder mal zu Gesicht zu bekommen und das wurde dann auch gleich mehrmals feucht-fröhlich begossen. Die Tomo taumelt seit Tagen nur von Bett zu Sakeflasche, aber nächste Woche hat auch für sie das Schlafen ein Ende, denn Tôkyô ist "nicht nur zum Spaß da" (Zitat Herr Dr. Kasai, unser Dozent an der LMU zu einem guten Studienkollegen beim Bewerbungsgespräch zur Bewerbung für einen Aufenthalt in Tôkyô :p

Enttäuschend ausgefallen bisher ist die Handyauswahl. Da hatte ich mir wesentlich mehr erwartet, zumal Japan ja meist ca. 2 Jahre technischen Vorsprung hatte.

Preislich gesehen muss ich bis jetzt einmal mehr sagen, dass es eigentlich keinen großen Unterschied zu München gibt, was sicherlich auch dem großzügigen Wechselkurs derzeit zu verdanken ist. Erstes Beispiel was mir einfällt: neue Brillengläser (exakt die gleichen!), die ich mir in Deutschland noch übers Internet machen lassen habe, kann ich hier so ziemlich zum gleichen Preis bekommen, und zwar sogar in einem Optikergeschäft und nicht übers Netz!

Na also, so kann´s weitergehen!

22.03.2007

Homepage Aktualisierung. Ab heute findet sich unter "life in Japan" die erste Rubrik online. Unter "Kultur in Japan" könnt Ihr mehr und mehr zeitnah lesen, was sich so das ganze Jahr auf den Inselreich abspielt.

14.03.2007

Flug am 19.03.2007 mit Air France über Paris. Diese Option war zwar nicht die beste Wahl, da AF in Paris notorisch Zeitprobleme hat, dafür aber die billigste unter den großen europäischen Fluglinien... Und über Doha in Quatar oder Istanbul muss man ja nicht unbedingt fliegen ;) Da derzeit die Kirschblüte kurz bevor steht und Waseda erst Ende März beginnt verschlägt es uns am Anfang erstmal nach Ôsaka, wo wir (Zitat Herr Baumgartner, Grammatikdozent im ersten Semester damals) "Hanami (die Blütenschau) feiern, was bedeutet, dass man sich eine blaue Plane nimmt, diese unter einem Kirschbaum ausbreitet und sich besäuft."

12.03.2007

Visa erhalten - Flug voraussichtlich am 19.03.2007

07.03.2007

Langersehnter launch meiner neuen Website www.rockingwaseda.com

06.03.2007

Unglaublich aber wahr: Zulassung zum Studium an der Waseda Universität in Tôkyô erhalten. Um einen Flug buchen zu können, müssen wir aber warten, bis das CoE kommt, eine Bescheinigung vom Ausländeramt in Tôkyô, um das Visum in München beantragen zu können.

02.02.2007